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Begleitpflanzen für den Cannabisanbau

21 Oktober 2026
Begleitpflanzen sind nützliche Pflanzen, die in der Nähe von Cannabis angebaut werden können und eine symbiotische Beziehung eingehen.
21 Oktober 2026
10 min read
Begleitpflanzen für den Cannabisanbau

Inhalt:
Weiterlesen
  • 1. Begleitpflanzen
  • 2. Die geschichte des mischkulturanbaus
  • 3. Unterschiedliche typen von begleitpflanzen
  • 4. Wie wählt man die richtigen begleitpflanzen für den eigenen garten?
  • 5. Beste begleitpflanzen für den cannabisanbau
  • 5. a. Gründüngerpflanzen
  • 5. b. Stickstofffixierer
  • 5. c. Abschreckende pflanzen
  • 5. d. Nützlings-anlocker
  • 5. e. Kräuter und nahrungspflanzen
  • 6. Vorteile von begleitpflanzen
  • 7. Was du nicht mit deinen begleitpflanzen zusammen anbauen solltest
  • 8. Nützliche insekten für deinen garten
  • 8. a. Warum nützliche insekten?
  • 8. b. Welche nützlinge eignen sich?
  • 9. Fazit

Wenn Cannabis alleine angebaut wird, egal ob indoor oder outdoor, ist es den Elementen ausgesetzt und Probleme wie Schimmel oder Schädlinge können auftreten.

Ähnlich wie Cannabispflanzen produzieren einige Begleitpflanzen ebenfalls Terpene. Wenn du die richtigen Pflanzen zur richtigen Zeit anbaust, kannst du so Schädlinge bekämpfen, die Bodenqualität verbessern, den Geruch von Cannabis tarnen und nützliche Mikroorganismen in deinen Garten locken.

Wenn du deinen Garten im Jahr 2026 optimieren möchtest, lies weiter und erfahre alles, was du wissen musst, um nützliche Pflanzen gemeinsam mit deinem Cannabis anzubauen.

1. Begleitpflanzen

Begleitpflanzen ist eine Anbaumethode, bei der bestimmte Pflanzen aufgrund ihrer Eigenschaften und Vorteile zusammen kultiviert werden, um ein natürliches Ökosystem zu schaffen. Diese Methode ist uralt und reicht bis zu den Anfängen der Landwirtschaft zurück. Damals hatten Bauern keine synthetischen Produkte gegen Schädlinge, also probierten sie aromatische Pflanzen aus und entdeckten die Vorteile dieser Technik. Diese Kräuter und Gründüngerpflanzen sind ein natürlicher Schutz vor Schädlingen und Krankheiten. Sie können nützliche Insekten anziehen, die sich von schädlichen Arten ernähren. Einige helfen sogar gegen Schimmel und Pilze, die deinen Garten befallen können.

Companion plants for cannabis: companion planting

Üppige Vegetation in einem schönen Garten.

Dies geschieht, weil Pflanzen Terpene und andere Stoffe produzieren, die Schädlinge abwehren oder anlocken können und eine vorteilhafte Beziehung mit Marihuana eingehen. Die meisten Anbauer konzentrieren sich heute auf Cannabis, aber wenn du die Natur nachahmst und für die richtige Biodiversität sorgst, kannst du nicht nur Probleme vermeiden, sondern auch die Bodenqualität verbessern und Nährstoffe binden, was zu mehr Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern und einem gesünderen Garten führt.

2. Die Geschichte des Mischkulturanbaus

Das Anpflanzen von nützlichen Begleitpflanzen ist eine schon seit Jahrhunderten praktizierte Technik, die bis in das alte Ägypten und Griechenland zurückreicht (und vermutlich sogar noch früher, auch wenn darüber keine schriftlichen Zeugnisse existieren). Die Idee, verschiedene Pflanzen zusammen anzubauen, um ihre gegenseitigen Vorteile zu nutzen und Nachteile zu minimieren, ist also nicht neu. Während moderne Gärtner diese Praxis wissenschaftlich begründen, sind die Vorteile bereits seit langer Zeit bekannt. Manche Kulturen glaubten sogar, dass bestimmte Pflanzenkombinationen Fruchtbarkeit bringen oder Krankheiten abwenden können.

Die alten Römer pflanzten Knoblauch um Rosen- und Gurkenbeete, um Schädlinge fernzuhalten. Sie gingen aber noch einen Schritt weiter, als sie feststellten, dass Rosensträucher und Weinreben anfällig für dieselben Schimmelprobleme sind, mit einem Unterschied: Echter Mehltau ist für Weinberge besonders schädlich, aber indem Rosen zwischen die Weinreben gesetzt wurden, konnte bereits die Ausbreitung gestoppt werden, da der Schimmel zuerst die Rosen und dann die Reben befällt.

Die nordamerikanischen Hidatsa- und Irokesenstämme pflanzten Mais, Kürbis und Bohnen zusammen in einer Technik namens „Three Sisters“. Diese Methode funktionierte hervorragend, weil die drei Pflanzen in Symbiose arbeiten – der Mais dient als Kletterhilfe für die Bohnen, die Bohnen reichern den Boden mit Stickstoff an, und der Kürbis hält Schädlinge fern und mulcht den Boden. Obendrein ergänzen sich diese drei Pflanzen auch in Bezug auf Nährstoffe.

Bohnen liefern Protein, Kürbis bietet zahlreiche Vitamine und Ballaststoffe und Mais ist reich an Kohlenhydraten. Auch in anderen Kulturen wird seit Jahrhunderten der Mischanbau gepflegt. In Asien pflanzen Bauern oft Zitronengras neben Zwiebel- und Knoblauchbeete, um Schädlinge abzuhalten. In Zentralamerika werden Ringelblumen bei Gemüse angebaut, um bestimmte Insekten fernzuhalten. Heute belegen wissenschaftliche Studien, dass Begleitpflanzen ein wertvolles Werkzeug für alle Gärtner sind, egal ob Cannabis oder andere Pflanzen. Sie verbessern die Bodenfruchtbarkeit und -belüftung, halten Schädlinge fern und bringen zusätzliche Nährstoffe zurück in den Boden. Außerdem sorgen Begleitpflanzen für mehr Farbe im Garten und locken nützliche Insekten an, die lästige Schädlinge auf natürliche Weise unter Kontrolle halten.

3. Unterschiedliche Typen von Begleitpflanzen

Begleitpflanzen sind Vegetation, die in einer vorteilhaften Beziehung zu deinem Cannabis steht, und sie lassen sich in verschiedene Typen einteilen. Je nach Art der Pflanze oder des Krauts hat sie unterschiedliche Eigenschaften – sie kann Schädlinge abhalten, den Boden verbessern oder Nährstoffe anreichern. Jeder Typ bietet andere Vorteile.

Gründüngerpflanzen

Gründüngerpflanzen verbessern die Textur deines Bodens, schützen wichtige Mikroben und steuern den Nährstoffhaushalt, sodass Nährstoffe bei Bedarf verfügbar sind.

Stickstofffixierer

Stickstofffixierer ziehen Stickstoff in den Boden, der von Cannabis bei der Fotosynthese genutzt wird. Beachte, dass Stickstofffixierer dies nicht alleine machen — sie brauchen andere Pflanzen und vor allem Bakterien, damit der Prozess richtig funktioniert.

Companion plants for cannabis: types of companion plants

Blattgemüse sind die besten Stickstofffixierer.

Abschreckende Pflanzen

Abschreckende Pflanzen sondern starke Gerüche ab. Die von ihnen produzierten Terpene werden von Schädlingen und anderen Schädlingen meist gemieden und helfen, deinen Garten insektenfrei zu halten.

Nützlings-Anlocker

Dies sind Pflanzen, die Bestäuber und andere nützliche Insekten anziehen. Nützliche Insekten können sich von Schädlingen wie Weißen Fliegen oder Blattläusen ernähren und damit deine Cannabis-Pflanzen schützen.

Kräuter und Nahrungspflanzen

Kräuter und Gemüsesorten zum Verzehr bringen oft nicht so viele Vorteile wie die anderen genannten Pflanzen, sind jedoch eine gute Wahl, um den Boden aktiv zu halten und Mikroorganismen am Leben zu erhalten.

4. Wie wählt man die richtigen Begleitpflanzen für den eigenen Garten?

Vor der Auswahl von Begleitpflanzen solltest du dein Anbauumfeld, den verfügbaren Platz und deine Ziele beachten. Nicht jede Begleitpflanze bringt die gleichen Vorteile und manche funktionieren in bestimmten Klimazonen oder Böden besser als andere.

Wenn du zum Beispiel draußen in einem heißen, trockenen Klima anbaust, helfen Pflanzen, die mit ähnlichen Bedingungen zurechtkommen, dabei, die Gartenpflege viel einfacher zu machen. Bei starkem Schädlingsdruck solltest du aromatische Kräuter oder blühende Pflanzen wählen, die nützliche Räuber anlocken.

Du solltest außerdem beachten, wie schnell jede Pflanze wächst und wie viel Platz sie braucht. Manche Arten breiten sich stark aus und konkurrieren mit anderen Pflanzen um Wasser, Nährstoffe und Sonnenlicht. Andere werden so groß, dass sie Schatten spenden, was je nach Garten-Layout hilfreich oder problematisch sein kann.

Vergiss nicht: Es geht beim Begleitpflanzen nicht darum, möglichst viele Arten zu mischen. Ziel ist eine ausgeglichene Umgebung, in der sich die Pflanzen ergänzen, ohne sich gegenseitig Ressourcen zu entziehen. Beginne am besten mit wenigen, sorgfältig ausgewählten Begleitern und beobachte, wie sie sich entwickeln.

5. Beste Begleitpflanzen für den Cannabisanbau

Auch wenn in der Natur jede Pflanze als Begleitvegetation wachsen kann und viele aromatische Kräuter geeignet sind, gibt es einige Arten, die besonders effektiv sind. Hier findest du die besten Pflanzen für den Anbau neben Cannabis.

Gründüngerpflanzen

Hornkraut

Hornkraut (Cerastium tomentosum) ist eine schnellwüchsige Gründüngerpflanze, die sich über die Oberfläche des Bodens ausbreitet, die Feuchtigkeit im Boden hält und das mikrobielle Leben schützt.

Companion plants for cannabis: cover crops

Gründüngerpflanzen helfen, einen gesunden Boden zu erhalten.

Luzerne

Luzerne (Medicago sativa) ist eine weitere Gründüngerpflanze, die mit Bodenbakterien zusammenarbeitet, indem sie Stickstoff aus der Luft zieht und damit das Wachstum fördert. Ihre tiefen Wurzeln verbessern zudem die Wasseraufnahme und halten den Wurzelbereich feucht.

Stickstofffixierer

Schafgarbe

Schafgarbe (Achillea millefolium) zieht nicht nur nützliche stickstofffixierende Bakterien an, die gegen Blattläuse helfen, sondern steigert auch die Produktion ätherischer Öle in den benachbarten Pflanzen – das sorgt für wohlschmeckendere Blüten.

Companion plants for cannabis: nitrogen fixers

Stickstofffixierer binden Stickstoff aus der Luft im Boden.

Rotklee

Rotklee (Trifolium pratense) zieht nützliche Insekten an und arbeitet mit stickstofffixierenden Bakterien zusammen, um viel Stickstoff aus der Atmosphäre in den Boden zu bringen und so das Pflanzenwachstum zu fördern.

Kerbel

Kerbel (Anthriscus cerefolium) fördert die Produktion ätherischer Öle in Nachbarpflanzen, womit Geschmack und Aroma verbessert werden. Zusätzlich ist Kerbel ein Stickstofffixierer und verbessert so die Fruchtbarkeit deines Bodens.

Abschreckende Pflanzen

Lavendel

Lavendel (Lavandula spica) ist eine wunderschöne Pflanze mit starkem Duft, die, wie auch Koriander, viele Nützlinge in deinen Garten lockt und gleichzeitig schädliche Insekten fernhält. Nebenbei hilft Lavendel, den typischen Cannabisgeruch zu maskieren.

Companion plants for cannabis: deterrents

Abschreckende Pflanzen sondern starke Düfte ab und verhindern so Schädlinge an deinem Cannabis.

Pfefferminze

Pfefferminze (Mentha balsamea) verströmt – wie du sicher weißt – einen starken Duft. Dieses Aroma vertreibt Schädlinge wie Ameisen, Flöhe, Blattläuse und sogar Mäuse und hilft zudem, den starken Cannabisgeruch während der Blüte zu überdecken. 

Wir empfehlen, Pfefferminze im Blick zu behalten, da sie den Garten überwuchern kann – am besten in einem separaten Topf kultivieren!

Nützlings-Anlocker

Dill

Dill (Anethum graveolens) gehört zur Familie der Doldenblütler. Diese Pflanze gibt einen intensiven Duft ab, der gegen Raupen und Spinnmilben schützt.

Companion plants for cannabis: attractors

Anlockende Pflanzen lenken Schädlinge von deinem Cannabis ab.

Sonnenblume

Sonnenblume (Helianthus) bringt nicht nur Schönheit, sondern zieht Schädlinge wie Blattläuse, Weiße Fliegen und Schnecken an und hält sie von deinem Garten fern.

Weißklee

Weißklee ist eine ideale Begleitpflanze für jeden Outdoor-Cannabisgarten. Dieser Legume bindet nicht nur Stickstoff im Boden, sondern seine tiefen Wurzeln holen zusätzliche Mineralien und Nährstoffe aus tieferen Schichten nach oben, die Cannabiswurzeln sonst nicht erreichen könnten. Die kleinen Blüten ziehen Nützlinge an und Weißklee unterdrückt zudem Unkraut.

Ringelblume

Ringelblumen (Tagetes spp.) sind hervorragend geeignet, um nützliche Insekten wie parasitäre Wespen anzulocken und Schädlinge abzuwehren. Darüber hinaus geben Ringelblumen natürliche Bestandteile an den Boden ab, die Schädlinge reduzieren.

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist ideal für den Outdoor-Anbau von Cannabis dank ihres starken Aromas, das die intensiven Düfte während der letzten Wochen vor der Ernte überdecken kann. Außerdem zieht Zitronenmelisse nützliche Insekten an, die schädliche Schädlinge reduzieren.

Kräuter und Nahrungspflanzen

Basilikum

Basilikum (Ocimum basilicum) ist eines der aromatischsten Kräuter – und wie wir den Duft lieben, tun dies auch die Schädlinge. Basilikum zieht diverse Schadinsekten wie Käfer und Blattläuse an und hält sie fern von deinem Cannabis.

Companion plants for cannabis: attractors

Gemüse- und Kräuteranbau vereint das Beste aus beiden Welten: Man kann gleichzeitig Schädlinge bekämpfen und am Ende der Saison leckeres Essen genießen!

Koriander

Koriander (Coriandrum sativum) gibt einen Geruch ab, den Spinnmilben, Käfer und Blattläuse nicht ausstehen können – schützt Cannabis also vor Schädlingen und lockt zugleich Wespen an, die sich davon ernähren.

Kamille

Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine tolle Begleitpflanze für jeden Cannabisanbau und bringt viele Vorteile. Sie ist eine ausgezeichnete Stickstoffquelle, zieht nützliche Insekten an, die auf Schädlinge und krankheitserregende Organismen spezialisiert sind, und hält Fadenwürmer fern, die Wurzeln schaden. Kamillentee ist zudem bekanntermaßen entspannend und eignet sich hervorragend als Tabakersatz im Joint.

6. Vorteile von Begleitpflanzen

Diese Technik basiert auf dem Prinzip der Permakultur, wonach jede landwirtschaftliche Tätigkeit nachhaltig und autark sein sollte – das heißt, alle Kreisläufe werden geschlossen und alles, was eingebracht wird, muss wiederverwertet werden. So funktioniert es auch bei den Begleitpflanzen: Alles, was im Garten wächst, wird zu Nahrung, nützlicher Vegetation, Mikroorganismen, Kompost und Nährstoffen – so geht nichts verloren, sondern kehrt wieder in den Boden zurück.

Companion plants for cannabis: trap cropping

Beim Trap Cropping werden Schädlinge auf spezielle Pflanzen abgelenkt, damit dein Cannabis schädlingsfrei bleibt.

Trap Cropping

Trap Cropping bedeutet, die Aufmerksamkeit von Schädlingen auf Pflanzen zu lenken, die sie lieber mögen als Cannabis. Auch wenn man dabei einige Begleiter opfert, bleibt dein Cannabis sicher und frei von Schädlingen.

Tarnung

Ein weiterer Vorteil ist, dass du je nach Pflanzenwahl und -größe dein Cannabis effektiv tarnen kannst – ganz im Stil eines Guerilla-Anbaus – zusätzlich zum schönen Gartenbild.

Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit

Die Bodenfruchtbarkeit lässt sich durch Stickstofffixierer verbessern, die Stickstoff aus der Atmosphäre binden. Pflanzen wie Klee und Erbsen leben in Symbiose mit Mikroorganismen und sichern so wichtige Nährstoffe im Boden für Cannabis und andere Pflanzen.

Companion plants for cannabis: biological pest control

Aromapflanzen können als biologische Schädlingskontrolle dienen und sind eine gute Alternative zu Pestiziden.

Biologische Schädlingskontrolle

Einige Begleitpflanzen geben Stoffe über Wurzeln oder Blätter ab, die Schädlinge verhindern, weil diese Verbindungen das Wachstum, Überleben oder die Vermehrung diverser Organismen beeinflussen können.

Vorteilhafte Platznutzung

Durch geschicktes Kombinieren von Begleitpflanzen lassen sich vorteilhafte räumliche Wechselwirkungen schaffen – hohe Pflanzen (die viel Sonne mögen) können neben niedrigen (die eher Halbschatten bevorzugen) stehen. Das sorgt für einen höheren Ertrag pro Fläche.

6. Was du NICHT mit deinen Begleitpflanzen zusammen anbauen solltest

Auch wenn Begleitpflanzen viele Vorteile bringen, solltest du vorsichtig bei der Auswahl sein. Ungeeignete Kombinationen können schaden – in dieser Tabelle siehst du, was du besser trennst.

Was man nicht mit Begleitpflanzen anbauen sollte

Geeignet Ungeeignet
Hornkraut Engelwurz, Fenchel
Schafgarbe Alium-Familie (Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch...), Raute
Lavendel Thymian, Raute
Pfefferminze Lavendel, Dill, Koriander
Dill  Koriander
Sonnenblume Stangenbohnen
Basilikum Thymian, Raute
Koriander Dill

Das heißt jedoch nicht, dass du sie überhaupt nicht zusammen halten darfst. Zum Beispiel kannst du Dill und Koriander im selben Anbaubereich kultivieren, solltest sie aber möglichst ein paar Meter auseinander pflanzen.

8. Nützliche Insekten für deinen Garten

Genauso wie es nützliche Pflanzen und Kräuter gibt, die dein Cannabis schützen, gibt es auch Nützlinge, die dir helfen können, Schädlingen ganz ohne chemische Pestizide Herr zu werden. Wenn du möglichst natürlich bleiben möchtest, sind Nützlinge die richtige Wahl.

Warum nützliche Insekten?

Wer schon einmal Cannabis oder andere Pflanzen angebaut hat, weiß, wie viel Geduld und Mühe das kostet – umso ärgerlicher ist es, wenn Schädlinge deine Pflanzen zerstören. Schädlinge wie Blattläuse, Weiße Fliegen und Spinnmilben sind besonders bei Outdoor-Grows häufig.

Diese Insekten können deine Pflanzen töten und lassen sich mit chemischen Mitteln schnell beseitigen – das willst du wegen des Geschmacks deiner Blüten aber nicht. Hier kommen Nützlinge ins Spiel: Sie bieten einen natürlichen und sicheren Weg, Schädlinge in Schach zu halten.

Welche Nützlinge eignen sich?

Wenn du Nützlinge für deinen Cannabis-Garten einsetzen möchtest, findest du hier die meistgenutzten Arten unter Growern.

Marienkäfer

Marienkäfer sind leicht zu erkennen und ziemlich niedlich, aber gleichzeitig gefürchtete Räuber – sie fressen bis zu 60 Blattläuse pro Tag und helfen auch gegen Weiße Fliegen und Milben.

Florfliegen

Florfliegen sind räuberische Insekten, die gerne Blattläuse fressen, aber auch Schmierläuse. Beachte, dass diese Insekten auch Koriander und Sonnenblumen lieben – informiere dich deshalb immer, welche Vorlieben deine Nützlinge haben, um Konflikte im Garten zu vermeiden.

Delphastus Catalinae

Delphastus Catalinae ist mit dem Marienkäfer verwandt und wird auch als „Weiße-Fliegen-Räuber“ bezeichnet – sie essen täglich bis zu 100 Eier oder ausgewachsene Weiße Fliegen und helfen zuverlässig, diese Population im Zaum zu halten!

Gottesanbeterin

Gottesanbeterinnen sind vermutlich die bekanntesten Nützlinge und vertilgen viele Schädlinge wie Blattläuse, Fliegen und Mücken. Einige Arten sind bedroht, pflücke sie also nicht in der Natur. Du kannst sie anlocken, indem du Dill, Fenchel oder Ringelblumen pflanzt, oder Eier online kaufen. Bedenke: Sie fliegen davon, wenn sie alle Schädlinge gefressen haben, du musst sie also immer wieder nachkaufen – aber dies ist besser als chemische Schädlingsbekämpfung.

9. Fazit

Begleitpflanzen sind eine natürliche und sehr effektive Methode, um deinen Boden und das Cannabis selbst zu verbessern – sei es durch besseren Boden, Schädlingsabwehr oder indem Feuchte im Boden gehalten wird. Diese Pflanzen unterstützen dich beim Cannabisanbau. Hast du schon einmal von einer symbiotischen Beziehung beim Anbau profitiert? Teile deine Tipps oder Erfahrungen gern unten in den Kommentaren!

Externe Quellen:

  1. Benefits of Companion Planting in Gardening.- Leonard Githinji 
  2. Companion Planting. - Reddy, P. (2017).
  3. Companion plants for predatory bugs. - Lambion, Jérôme & Ingegno, Barbara Letizia & Tavella, Luciana & Alomar, Oscar & Perdikis, Dionysios. (2016). 
  4. Companion Plants and Mixed Cropping. - Mousaei Sanjerehei, Mohammad. (2017). 

FAQ

Können Begleitpflanzen Cannabis-Schädlinge fernhalten?

Ja, einige Begleitpflanzen können das Schädlingsaufkommen reduzieren, indem sie Insekten anlocken, die sich von typischen Cannabis-Schädlingen ernähren. Blühende Pflanzen wie Ringelblume und Dill ziehen nützliche Räuber an, auch wenn Begleitpflanzen allein keinen völlig schädlingsfreien Garten garantieren können.

Welche Begleitpflanzen verbessern die Bodenqualität?

Rotklee, Weißklee und Luzerne sind beliebte Begleitpflanzen zur Verbesserung der Bodenqualität. Sie gehen Verbindungen mit stickstofffixierenden Bakterien ein, und ihre Wurzeln sowie organische Masse tragen langfristig zu einer gesünderen Bodenstruktur bei.

Können Begleitpflanzen den Geruch von Cannabis tarnen?

Stark aromatische Pflanzen wie Lavendel, Pfefferminze und Zitronenmelisse können andere Duftnoten in deinen Garten bringen und den Cannabisgeruch kaschieren. Einen intensiven Geruch von blühendem Cannabis komplett zu beseitigen, können sie aber nicht.

Welche Begleitpflanzen locken nützliche Insekten an?

Ringelblume, Dill, Schafgarbe, Koriander und Sonnenblumen ziehen nützliche Insekten wie Schwebfliegen, Florfliegen und parasitische Wespen an. Viele dieser Insekten ernähren sich von typischen Gartenschädlingen oder unterstützen so das ökologische Gleichgewicht.

Kann man Begleitpflanzen auch im Haus mit Cannabis anbauen?

Ja, Begleitpflanzen lassen sich auch indoor anbauen, sofern genug Licht, Platz und passende Bedingungen geboten werden. Im Innenraum ist aber mehr Aufmerksamkeit nötig, denn zusätzliche Vegetation erhöht die Luftfeuchtigkeit und kann unerwünschte Schädlinge einbringen.

Was sind die besten Begleitpflanzen für Outdoor-Cannabis?

Lavendel, Ringelblume, Klee, Basilikum und Schafgarbe sind beliebte Optionen für den Außenbereich. Das ideale Zusammenspiel hängt von Klima, Platzangebot und den gewünschten Effekten ab.

Können Begleitpflanzen mit Cannabis um Nährstoffe konkurrieren?

Ja, Begleitpflanzen können mit anderen Gartenpflanzen um Wasser, Nährstoffe, Sonnenlicht und Wurzelraum konkurrieren. Wähle daher kompatible Arten und halte wuchernde Pflanzen unter Kontrolle, um unerwünschte Konkurrenz zu vermeiden.

Was ist der Unterschied zwischen Gründüngerpflanzen und Begleitpflanzen?

Begleitpflanzen werden für ihre positiven Effekte mit anderen Arten gemeinsam angebaut, während Gründüngerpflanzen vorrangig zum Bodenaufbau und -schutz dienen. Manche Pflanzen wie Klee oder Luzerne können beides leisten.

Können Begleitpflanzen die Terpenproduktion von Cannabis verbessern?

Manche Begleitpflanzen sorgen traditionell für stärkeren Duft bei benachbarten Pflanzen. Wissenschaftliche Belege, dass sie die Terpenproduktion von Cannabis direkt steigern, gibt es jedoch kaum. Genetik und Umweltbedingungen spielen dabei eine bedeutendere Rolle.

Lässt sich chemischer Pflanzenschutz durch Begleitpflanzen ersetzen?

Begleitpflanzen sind ein wichtiger Bestandteil natürlichen Pflanzenschutzes, ersetzen aber nicht immer weitere Maßnahmen. In Kombination mit regelmäßigen Kontrollen und weiteren Präventionsmaßnahmen ist der Effekt am stärksten.

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