Lebende Erde für Autoflowering Sorten
- 1. Lebende erde
- 1. a. Bodengrundlage
- 2. Nährstoffquellen
- 2. a. Stickstoffquellen
- 2. b. Phosphorquellen
- 2. c. Kaliumquellen
- 2. d. Calcium, magnesium und mikronährstoffe
- 3. Extras (optional)
- 4. Deine lebende erde mischen
- 4. a. Inokulanten
- 5. Extras & pflege
Chemiefreier Anbau mit minimalem Einsatz von Pestiziden gilt schon immer als die bessere Methode, wenn es um den Anbau von Obst und Gemüse geht.
Das Gleiche gilt für Cannabis. Leider war diese natürlichere Anbaumethode, die als organisch und teilweise sogar vegan gilt, immer etwas schwieriger umzusetzen als einfach ein paar Flaschen im Growshop zu kaufen, da die Zutaten für einen wirklich guten Bio-Boden oft schwer zu finden sind. Sie sind nicht unbedingt teuer, aber definitiv weniger leicht zugänglich.

Aber wir schreiben das Jahr 2026 und dank der Magie des Internets können wir heutzutage Produkte aus der ganzen Welt beziehen, einschließlich allem, was wir für eine hochwertige lebende Erde für Cannabis brauchen.
Deshalb erfährst du in diesem Artikel, wie du deine eigene bewährte lebende Erde herstellst – und erhältst dazu ein paar Tipps und Tricks, wie du sie grow nach grow so gesund wie möglich hältst.
Lebende Erde
Was lebende Erde wirklich „lebendig“ macht, sind nicht nur die organischen oder veganen Inhaltsstoffe, sondern auch das Leben darin: nützliche Mikroorganismen, die in einer Geben-und-Nehmen-Beziehung mit den Pflanzen leben. Diese Symbiose hilft den Mikroorganismen zu überleben und sich zu vermehren, während die Cannabispflanze gesund wächst und vor Krankheiten geschützt bleibt.

Im Folgenden findest du ein äußerst effektives Rezept, mit dem deine Pflanzen ihr volles Potenzial entfalten können. Gerade deshalb kann die eigene Herstellung lebender Erde schwierig oder unmöglich erscheinen, wenn du keine Erfahrung hast. Schließlich gibt es unzählige Marken, Produkte und Rezepte. Und es ist sehr leicht, Fehler zu machen, denn zu viel oder zu wenig von einer Zutat kann im Growraum große Probleme verursachen.
Bodengrundlage
- 65% Erde
- 25% Auflockerungsmaterial (Bimsstein, Perlit oder Lavagestein)
- 10% Wurmhumus oder Insektenkot
Nährstoffquellen
Da lebende Erde die Natur nachahmen soll, ist es sehr wichtig, mindestens zwei verschiedene Nährstoffquellen zu verwenden – vorzugsweise eine mit langsamer und eine mit schneller Freisetzung.

So ist gewährleistet, dass die Pflanzen während des gesamten Zyklus Zugang zu Nährstoffen haben und du gleichzeitig genug Zeit hast, um sie nach und nach aufzufüllen.
Stickstoffquellen
- Federmehl
- Blutmehl
- Fischmehl
Phosphorquellen
- Knochenmehl
- Hochphosphor-Fledermaus-Guano
Kaliumquellen
- Seetangmehl
- Holzasche
Calcium, Magnesium und Mikronährstoffe
- Bittersalz (Magnesium)
- Gips (Calcium)
- Steinstaub oder Basalt
Extras (Optional)
- Mist
Deine lebende Erde mischen
Nimm eine große Wanne oder einen stabilen Plastikbeutel und mische alle Zutaten gründlich mit der Erde. Wenn alles vermischt ist, ist es Zeit, die nützlichen Mikroorganismen zu impfen und die Erde „ziehen zu lassen“.
Inokulanten
- Mykorrhiza
- Trichoderma
- Nützliche Bakterien
- Melasse
- Huminsäuren
- Fulvosäuren
Mische Mykorrhiza, Trichoderma, Bakterien, Melasse, Huminsäuren und Fulvosäuren mit Wasser. Die Wassermenge sollte etwa 10-20% des gesamten Erdvolumens entsprechen. Wenn du zum Beispiel 100 L Erde hast, verwende etwa 10 L Wasser.

Verwende einen Sprüher, um die Erde beim Mischen gleichmäßig zu befeuchten – achte darauf, dass keine trockenen Stellen bleiben. Dann verschließe den Beutel oder Behälter und lasse die Erde 30 Tage ruhen.
Diese Kombination an Zutaten ergibt eine nährstoffreiche lebende Erde, die speziell dafür entwickelt wurde, starke Wurzelbildung, mikrobielles Leben und langfristige Nährstoffversorgung in einem Supersoil-Growsystem zu unterstützen.
Nach Ablauf der 30 Tage kannst du die Erde einfach in deinen Wunschbehälter füllen und direkt verwenden.
Extras & Pflege
Es gibt jedoch einige wichtige Dinge zu beachten. Auch wenn lebende Erde monatelang oder sogar jahrelang hält, braucht sie trotzdem grundlegende Pflege.
1. Zusätzliche Nährstoffe während der Blüte
Manche Pflanzen benötigen eventuell zusätzliche Nährstoffe, insbesondere während der Blütephase. Es empfiehlt sich daher, zu Beginn der Vorblüte Phosphor, Kalium und Mikronährstoffe als Topdressing aufzugeben.

Es ist nicht nötig, die volle Dosis zu verwenden; oft reicht die Hälfte oder sogar ein Drittel der empfohlenen Menge. Falls nötig, kann die Anwendung nach etwa zwei Wochen wiederholt werden, um die gesamte Blütephase zu unterstützen.
2. Die Erde neu anreichern
Dieses Rezept reicht etwa 12 Monate aus. Danach solltest du alle ursprünglichen Zutaten erneut zufügen, entweder in der gleichen oder in einer reduzierten Menge – je nachdem, was deine Pflanzen anzeigen.

Als allgemeine Faustregel kannst du die Erde mit ungefähr 60-70% der ursprünglichen Mengen wieder anreichern.
3. Lebende-Erde-Pflege
Auch ein Tee alle 10 Tage ist empfehlenswert. Du kannst dafür die gleichen Zutaten wie bei den Inokulanten verwenden, solltest die Mischung jedoch mit einem Luftstein für 24-48 Stunden belüften, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Der Komposttee stellt sicher, dass deine Erde vom Anfang bis zum Ende belebt bleibt und versorgt die Mikroben und Mikroorganismen mit Nährstoffen zum Gedeihen.

Das ist im Grunde alles, was du brauchst, um eine gesunde Erde zu bewahren. Und du weißt ja: Gesunde Erde = gesunde Pflanzen! Jetzt, wo du weißt, wie du ein 100% biologisches Rezept für lebende Erde für aromatische und potente Autoflowering Sorten herstellen kannst, wird es Zeit, selbst anzupacken und loszulegen!
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