Purple Punch Auto Cannabis-Sorte: Woche-für-Woche-Anleitung
- 1. Grow-spezifikationen
- 2. Grow-setup
- 2. a. Grower a: thecannaprophet
- 2. b. Grower b: canamatoes
- 2. c. Grower c: johnnyblaze
- 2. d. Grower d: chubbs
- 3. Keimung & sämlingsphase | woche 1
- 4. Frühe vegetationsphase | woche 2
Mit Purple Punch Auto bringt Fast Buds weiterhin kalifornische Genetik auf den Markt der Autoflowering-Samen, die auch die Top-Regale der Dispensaries dominieren. Diese Neuauflage einer Cali-Legende beeindruckt mit einem exquisiten Terpenprofil und einem wunderbar entspannenden Indica-Effekt. Auch der Wuchs dieses Kultivars ist ein Traum.
In diesem Woche-für-Woche-Anbau-Guide zu Purple Punch Auto bekommst du einen genauen Einblick, wie sich die Sorte in 4 verschiedenen Growzyklen geschlagen hat. Du erfährst den zeitlichen Ablauf, siehst den täglichen Fortschritt von der Aussaat bis zur Ernte, erhältst wertvolle Tipps und Einsichten – und lernst, wie gut den Leuten der Rauch gefällt.
1. Grow-Spezifikationen
Purple Punch Auto ist eine 85 % Indica-dominante Sorte und hat dementsprechend eine kompakte Struktur mit kurzen Internodien. Lässt du sie natürlich wachsen, nimmt sie die klassische Weihnachtsbaumform an, obwohl ihre unteren Äste relativ lang werden. LST oder sogar Topping machen daraus eine sehr buschige Pflanze mit gleichmäßigem Blätterdach.
Gleichzeitig kann sie recht groß werden und sehr hohe Erträge liefern – vorausgesetzt, du gibst ihren Wurzeln genug Substrat, wählst einen passenden Düngeplan und hältst alle anderen Bedingungen optimal. Sie erreicht problemlos eine Endhöhe von 90–150 cm (35–59 Zoll) am Ende des Lebenszyklus. Die Erträge sind deutlich über dem Durchschnitt, selbst für das Fast Buds Lineup: 450–600 g/m2 (1.5–2 oz/ft2) im Indoor-Grow und 60–200 g (2–7 oz) pro Pflanze outdoor.

Die Blüten, die oft schon nach 9 Wochen ab dem Samen reif sind, zeigen wunderschöne violette Färbungen und duften nach Blaubeeren. Der Rauch schmeckt zuckrig süß nach Beeren und Gebäck wie Muffins auf einem erdigen Grundton.
Mit 24 % THC ist die Wirkung kräftig und stark entspannend, aber nicht einschläfernd. Stattdessen fühlst du dich erhoben, gelassen und frei von allen Schmerzen und Beschwerden, die du vorher hattest. Purple Punch Auto ist ein großartiger Begleiter für den Tag oder die perfekte Wahl für einen Abend mit Freunden.
2. Grow-Setup
Purple Punch Auto ist eine relativ neue Genetik, weshalb noch nicht viele abgeschlossene Growzyklen online verfügbar sind. Umso mehr Glück hatten wir, vier talentierte Gärtner zu finden, die ihre Erfahrungen mit Purple Punch Auto äußerst detailliert beschrieben und super Fotos geteilt haben.
Grower A: TheCannaProphet
TheCannaProphet ist seit über einem Jahr Teil der GrowDiaries Community und hat bereits 27 Tagebücher veröffentlicht. Diese brachten ihm 1462 Likes und den Titel „Master“ ein. Außerdem hat er 6 verschiedene Pokale gewonnen, darunter den 1. Platz im „December 2020 Photo of the Month“-Wettbewerb mit einem Fast Buds Gelato Auto Grow.
Der Gärtner spart bei der Beschreibung seiner Setups und Growzyklen nicht an Details – so können wir von ihm viel lernen.
Für diesen Durchlauf nutzte er ein 4’x4’ Vivosun-Zelt. Das fand er aber wenig überzeugend, da es sich an den Nähten schnell auflöste und schon von Anfang an Licht an Reißverschlüssen durchließ. Deshalb empfiehlt er eine bessere Marke – Gorilla Grow –, die ihn nie im Stich ließ.

Für die Wachstumsphase setzte er eine SunSystems LEC 315W CMH ein. Diese Keramiklampe der nächsten Generation ist vollspektral, liefert mehr UV und Fernrot-Licht, was für Cannabis äußerst vorteilhaft ist. Sobald die Vorblüte begann, ergänzte er ein Horticulture Lighting Group HLG 225 – zur Gesamtleistung von 550W. HLG 225 sieht zwar witzig aus mit den extra-langen Kühlrippen, ist aber durch die roten und tiefroten LEDs eine sehr effiziente Leuchte.
Für die Blütephase entfernte der Gärtner die keramische Birne und ersetzte sie durch eine 205W Unit Farm UFS3000 200 LED. Hier gefiel ihm das ultra-schmale Design und das extern angebrachte Vorschaltgerät, was weniger Hitze bedeutet.

Was die Umweltbedingungen angeht, hielt er die mit einer tragbaren 14.000-BTU-Klimaanlage im Zaum, deren kühle Luft direkt in seine beiden Zelte geleitet wurde. Im Vivosun-Zelt sorgten folgende Geräte für Temperatur und Luftfeuchte:
- Ein Hurricane-450 cfm-Abluftventilator,
- Ein IdealAir-Drehzahlregler,
- Ein 6x24" Terrabloom-Aktivkohlefilter.
Das reichte am Anfang des Lebenszyklus völlig aus, aber an heißen Sommertagen blieb nur Zeltklappen und Tür offen zu lassen. Das ist übrigens eine Lehre für Hobbygärtner: Am besten Indoor-Anbau im Sommer vermeiden.
Grower B: Canamatoes
Bereits zum dritten Mal stellen wir Canamatoes’ Grow vor. Seine Anbaumethoden sind nicht für jeden – weil er auf Extreme-Training-Techniken setzt, die oft riskant sind – aber die Ergebnisse sind meist sehr gut oder sogar beeindruckend.
Er nutzt ein geräumiges 5’x4’ ViparSpectra-Zelt. Das bekommt Bestnoten, da es nach vielmaligem Einsatz weder gerissen noch lichtundicht ist. Die Pflanzen selbst füllen nur eine Ecke des Zelts aus. Den restlichen Platz nutzt der Gärtner, um bequem Platz zu nehmen und seine Mädels zu trainieren.
Zwei verschiedene Mars Hydro LEDs hängen über dem Garten; die Pflanzen werden regelmäßig unter beiden Lampen rotierend bestrahlt.

Warum er das so macht, bleibt fraglich, denn beide LEDs – ein 300W TSW 2000 LED und ein 300W TSL 2000 LED – sind exakt aus derselben TS-Serie und unterscheiden sich nur in der Bauform (breit bzw. lang). TS ‘W’ steht wahrscheinlich für ‘Wide’, TS ‘L’ für ‘Long’. Er ist mit beiden LEDs zufrieden, weil sie in der Wachstumsphase sehr gute Ergebnisse liefern und in der Blütephase kompakte Buds formen – und das zählt.
Grower C: JohnnyBlaze
JohnnyBlaze ist seit 1,5 Jahren bei GrowDiaries und veröffentlichte bereits 50 Tagebücher. Mit über 5.000 Likes bekam er den Titel „GrandMaster“.
Für diesen Anbau verwandelte er einen normalen Raum in eine begehbare Growfläche, auf der Purple Punch Auto weniger als 2’x2’ belegte. Ein Mars Hydro TS 1000 LED mit nur 150W Verbrauch reichte sowohl für Wachstum als auch Blüte völlig aus. Leider gibt es kein Foto vom Gesamtsetup, daher bewundern wir nur eine Ecke mit Purple Punch Auto in der Spätblüte.

Grower D: Chubbs
Der Growdurchgang von Chubbs ist besonders, weil er in der Wachstumsphase auf Fluoreszenz-T5-Röhren setzt und für die Blüte auf eine 600W HPS. Die anderen drei Grower verwenden LED Quantum Boards.
Bevorzugt wird die Sea-of-Green (SOG)-Methode: bis zu zwölf 3-Gallonen-Gewebetöpfe mit Substrat, im Vivosun 4’x4’-Zelt. Dadurch kann er sich weniger auf das Dach-Management, mehr auf Bewässerung und Düngung konzentrieren.

In der Blüte werden die Pflanzen ins Blütezelt umgesetzt.

Zum Vergleich sieht man unten alle vier Setups in einer Tabelle:
| Grower | Grow Room | Watt genutzt | Lichttyp | Marke |
|---|---|---|---|---|
| A | 4'x4' | 235W + 205W | LED | HLG, Unit Farm |
| B | 5'x4' | 300W + 300W | LED | Mars Hydro |
| C | 2'x2' | 150W | LED | Mars Hydro |
| D | 4'x4' | 600W | T5, HPS | Unbekannt |
3. Keimung & Sämlingsphase | Woche 1
Alle vier Gärtner in diesem Purple Punch Autoflower Woche-für-Woche-Bericht haben viel Erfahrung. Ihr könnt daher ihre Substratwahl und die Methoden zur Keimung der Samen bedenkenlos übernehmen – ebenso die Düngepläne.

A: Der Start eines komplett biologischen Grows
Für diesen Run probierte der Grower die „direkt in den Endtopf“-Keimungsmethode für Autoflower Samen aus, die leider nicht gut funktionierte. Einer der beiden Samen keimte gar nicht, der dritte wurde dann doch per Küchenpapier-Methode vorgekeimt. So entstand eines der beiden Mädchen mit drei Tagen Rückstand zur Schwester.
Beide überlebenden Sämlinge wuchsen in 5-Gallonen Gewebetöpfen mit Mother Earth 70/30 Coco/Perlite. So große Behälter sind eigentlich überdimensioniert, denn bei Kokossubstrat reichen kleinere Töpfe mit häufigerem Düngen aus.
Allerdings wurde diesmal komplett biologisch gearbeitet: Das Kokos war vorgedüngt mit:
- Down To Earth 4-4-4 @ 2 Tbsp./Gal,
- Wurmhumus @ 2 Tassen/Gal,
- Dr. Earth Flower Girl 2-8-4 @ 1 Tbsp./Gal,
- Dr. Earth Fledermaus-Guano @ 1 Tbsp./Gal.
Natürlich verbrauchen die Pflanzen diese Zusätze irgendwann und benötigen Nachschub per Topdressing. Ansonsten gab es meist nur abgestandenes Wasser (hin und wieder Bio-Zusätze & Cal/Mag-Präparate) sowie wöchentliche Komposttees.

In der ersten Woche wurde anfangs nur ein kleiner Kreis um die Sämlinge gegossen, später komplett über die ganze Topffläche. Da die Luftfeuchtigkeit zu niedrig war, wurden die Sämlinge mit transparenten Plastikbechern abgedeckt. Beide wuchsen sehr vital und gesund.
B: Ein perfekter Start im idealen Medium
Ein Purple Punch Auto Samen keimte zwischen feuchten Küchentüchern und wurde etwa 1 cm (½”) tief eingepflanzt und mit einer Luftfeuchtehaube abgedeckt. Nach dem Austrieb blieb die Haube abwechselnd drauf und ab (zum Akklimatisieren).
Die Kleine verlor ihre Samenhülle schon beim Keimen – das sorgt für einen guten Start.
Tipp: Wenn du willst, dass dein Sämling beim Austrieb die Samenhülle verliert, pflanze den Samen nicht zu oberflächlich und halte das Medium gleichmäßig feucht.
Medium war PRO-MIX HP MYCORRHIZAE. „HP“ steht für „high porosity“ wegen viel Torfmoos und grobem Perlit. Für Cannabis optimal, da das Substrat schneller austrocknet und so die Wurzeln atmen können. Die enthaltenen Mykorrhizae fördern zusätzlich Nährstoffaufnahme & Stresstoleranz gegen Schädlinge wie Trauermücken.

Die Pflanze steckte in einem 7-Gallonen (26,5 l) Gewebetopf im Milchkasten. In den ersten Tagen gab es je 2 Tassen abgestandenes Leitungswasser, aus Tag 4 dann die erste Düngung mit Greenleaf Nutrients Mega Crop (NPK 9-6-17). Das Komplettpaket enthält alle nötigen Spurenstoffe, Aminosäuren und Zusätze für Autoflower von Keimung bis Ernte.
C: Das 12-wöchige Nährstoff-Fest beginnt
Ein Purple Punch Auto Samen wurde direkt in einen 11 Liter (2,91 Gal) Gewebetopf gesetzt und keimte in 4 Tagen. Das Medium bestand aus 75/25 Kokos/Perlit. Noch vor dem Austrieb wurde mit drei Advanced Nutrients Produkten gewässert, die das Wurzelmilieu mit nützlichen Mikroorganismen kolonisieren:
- Voodoo Juice – für mehr Wurzelmasse und -verzweigung,
- Piranha – verbessert die Aufnahme von Sauerstoff, Nährstoffen und Wasser,
- Tarantula – hilft der Wurzel beim Nährstoffabbau.

Sobald der Sämling da war, bestand die Diät aus folgenden Nährstoffen bei ⅛-Dosierung (die ersten beiden von Advanced Nutrients):
- pH Perfect Sensi Coco Grow A & B – 2-Komponenten-Basisdünger mit ausgewogenem NPK für das Wachstum in Kokos, dazu Calcium, Magnesium, Schwefel und Huminsäuren für ein sehr schnelles Wachstum,
- B-52 – kaliumreiche Mischung aus Kelp und Algen, mit vielen Vitaminen und anderen Bioaktivstoffen, frühe Vegi und später Blütezeit nutzen,
- Grotek Cal-Max – Calcium, Magnesium (wichtig bei Kokos), sowie Eisen.
Fütterplan für den ganzen ersten Monat siehe unten:

D: Drei Gallonen hoch-nährstoffreiches Medium
Zwei Samen wurden per unkomplizierter „Wasserbad-24h-“Methode gekeimt und anschließend sofort in die Endtöpfe gesetzt. Die 3-Gallonen (11,36 l) Smartpots waren mit Aurora Innovations Roots Organic 707 Substrat gefüllt. Dieses Medium zeichnet sich aus durch:
- Torf, Kokos, Perlit, Bimsstein, kompostiertes Waldmaterial,
- beigemischte Wurmhumus, Fledermausguano, Fischmehl, Kelpmehl usw.,
- beimpft mit nützlichen Mykorrhiza-Pilzen.

Mit so nahrhaftem Medium mussten die Pflanzen nur mit angepasstem Wasser gegossen werden, dabei wurde die Oberfläche mit einem Sprüher befeuchtet. Beide Sämlinge mochten diese Behandlung und sahen perfekt gesund aus.
4. Frühe Vegetationsphase | Woche 2
Zu diesem Zeitpunkt mischten drei der Gärtner komplexe Nährstoff-Cocktails für die Bewässerung, während der vierte sich auf das reichhaltige Medium verließ.

A: Bio-Fertigation und Blattdüngung
Die gesamte zweite Woche wurden beide Purple Punch Autos zweimal täglich gegossen. Anfangs nur obere Substrathälfte (so tief waren die Wurzeln), später das ganze Substrat. Mit einer Pumpe wurde das Gießen gleichmäßiger.
Die Nährlösung war überwiegend pures, abgestandenes Wasser mit kleinen Zusätzen folgender Produkte:
- Botanicare CalMag+ (mehr Calcium und Magnesium auch bei Bio-Kokos nötig),
- Alaska Fish Fertilizer 5-1-1 (liefert viel Stickstoff und fördert Mikroorganismen),
- Fox Farm Wholly Mackerel (weiterer Fisch-basiertes Nährstoffpräparat für kräftiges Wachstum).

Er begann außerdem mit nächtlicher blattdüngung (Stickstoffreich: Fox Farm Flower Kiss). Die beiden Nuggets liebten es.
B: Gesunder Appetit und Stressresistenz
Ab Woche 2 wurden die Dünger üppiger: erst 500 ppm, dann 700 ppm. Neben Mega Crop kamen drei weitere Greenleaf-Nährstoffe dazu:
- Sweet Candy (Geschmack, Aroma, Ertrag, Futter für Mikroben),
- Sea-K Kelp Extract (enthält Wuchshormone, Vitamine, Enzyme),
- Cal-Mag Pro (viel Calcium & Magnesium, Push für Stickstoff).
Der Grower fütterte alle 4 Tage – sobald der 7-Gallonen-Pot leicht war. Der Sämling sah gesund aus und erlaubte es, zweimal Topping in nur einer Woche sowie Entlaubung der ersten echten Blattpaare.

Die Genetik zeigte solche Robustheit, dass insgesamt 4 mal geschnitten und 30+ Blüte-Triebe gleicher Größe erzielt wurden.
C: Die Kleine bekommt Appetit
In Woche 2 der Wachstumsphase erhöhte der Grower die Nährstoffdosis von 400 auf 500 ppm, da die Pflanze sehr vital und hungrig war. Da das Kokos von Mikroben nur so wimmelte, gab er Advanced Nutrients Nature’s Candy hinzu. Das ist ein Mix aus Kohlenhydraten & Aminosäuren – Futter für alles Leben im Wurzelbereich.

Die Nährlösung fürs Wurzelwerk gab es 2-3 Stunden nach Licht an; Cal-Max wurde als Spray eine halbe Stunde nach Licht aus verabreicht. Das Mars Hydro LED war stufenlos dimmbar und wurde nun auf 75 % gedimmt und auf 50 cm Abstand gestellt – die Purple Punch Auto fühlte sich dabei sichtlich wohl.
D: Nur Wasser, sonst nichts
Mit so viel organischer Nahrung im Medium ist es nicht verwunderlich, dass die Sämlinge nur mit Wasser prima wachsen. Es gab etwa 0,5 l (16 oz) alle 2-3 Tage, wenn die Töpfe leicht wurden.

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