Tests neuer Fastflower-Releases und neuer Photoperioden-Strains
- 1. Keimung & unterschiede beim frühen umtopfen
Neue Genetik: Testphase beginnt
Wir starten eine neue Blogserie, die sich unseren abgeschlossenen Projekten widmet, die jetzt bereit für den Test sind. Dabei handelt es sich nicht um frühe Konzepte oder experimentelle Ideen – das sind fertige genetische Linien, die jetzt unter echten Bedingungen zeigen müssen, was sie leisten.
Ab jetzt liegt der Fokus nicht mehr auf der Entwicklung, sondern auf der Bewertung. Jede Sorte durchläuft einen vollständigen Testzyklus, in dem wir feststellen, welche unseren Standards genügen und welche nicht bestehen. Der Prozess ist streng, ehrlich und komplett leistungsbezogen.
In dieser Serie zeigen wir euch sowohl neue schnellblühende Hybride als auch Photoperioden-Strains. Jeder bringt sein eigenes Potenzial, seine Struktur und seinen eigenen Ausdruck mit. Nur wer dabei Stabilität, starke Entwicklung und konstante Ergebnisse liefert, kommt eine Runde weiter.
In dieser Phase zählen klare Fakten. Keine Annahmen, keine Erwartungen, nur echte Ergebnisse. Schritt für Schritt zeigen wir, wie sich diese Genetiken verhalten, wie sie wachsen und welche tatsächlich bereit sind, Teil unseres Sortiments zu werden.
Keimung & Unterschiede beim frühen Umtopfen
Autoflower vs Photoperioden
Wie immer setzen wir die Samen nach dem Einweichen in Torfanzuchtplugs. Das bleibt unser Standard für einen sauberen, kontrollierten Start, sodass jede Keimling sich vor dem Umzug ins Hauptsubstrat etablieren kann.
In dieser Phase zeigt sich ein wichtiger Unterschied zwischen autoflowernden und photoperiodischen Pflanzen. Ihr Verhalten während der frühen Wurzelentwicklung erfordert einen leicht angepassten Ansatz.
Autoflower reagieren empfindlich, wenn das Wurzelwerk den Plug vollständig durchwächst. Deshalb topfen wir sie um, sobald die Wurzelspitze unten sichtbar wird – meist etwa am zweiten Tag. Ein frühes Umtopfen verhindert unnötigen Stress und ermöglicht es der Pflanze, sich frei weiterzuentwickeln.

Photoperiodische Pflanzen hingegen profitieren davon, wenn das Wurzelsystem den Plug vollständig durchdringt. Sobald der Plug gut mit Wurzeln durchzogen ist, setzen wir ihn in Kokos. So bekommt die Pflanze eine stärkere Basis und wächst in der nächsten Phase stabiler weiter.

Wenn man diesen Unterschied berücksichtigt, gelingt beiden Pflanzentypen ein reibungsloser Start, und wir vermeiden Rückschläge, die den gesamten Zyklus beeinflussen könnten.

Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits 342 Pflanzen erfolgreich ins System gesetzt. Diese Zahl gibt dem Zyklus eine enorme Dimension und eröffnet ein weites Feld für Beobachtung und Selektion.
Mit dieser Menge können wir ein breites Spektrum genetischer Ausprägungen beobachten, das Verhalten unter denselben Bedingungen vergleichen und die stärksten Performances zuverlässig identifizieren.
Ein spannender Zyklus liegt vor uns. Es gibt viel zu beobachten, zu vergleichen und zu entdecken, wenn die Pflanzen ihr eigentliches Potenzial zeigen.
Mitte der dritten Woche nach Pflanzung
Nach zwei Wochen ist das Blätterdach deutlich dichter geworden und die Stofftöpfe zeigen ein kräftiges Wurzelwerk – die Pflanzen konzentrieren sich nun nach der frühen Entwicklungsphase auf ein gesichertes Höhenwachstum, mit kräftigen und gleichmäßigen Seitentrieben. Dies ist ein perfekter Zeitpunkt für eine vorbeugende Spritzung gegen Schädlinge, solange die Pflanzen noch widerstandsfähig und regenerationsfähig sind.

Nach einer strengen Selektion fahren wir nun mit 285 der kräftigsten Exemplare fort. Sobald jede Pflanze mehr Volumen bekommt, nehmen wir Sibling-Klone – Ziel ist es, jedes auffällige, nützliche Phänotyp während der Blüte zu erhalten und diese Eigenschaften für unsere Zuchtlinien zu bewahren.

Der Wasserbedarf ist gestiegen, daher haben wir auf automatische Bewässerung umgestellt: etwa 500 ml Nährlösung pro Pflanze und Tag, mit wöchentlicher Spülung, um Versalzungen im Kokos und stabile EC- und pH-Werte zu gewährleisten. Die Pflanzen sind sichtbar durstiger und grüner. Nährstoffaufnahme und Zellspannung stimmen, das spricht für einen gesunden, produktiven Verlauf in der nächsten Phase.
Insgesamt sieht der Raum vital und ehrlich aus – starke Verzweigung, guter Wurzeldruck und stetiger Biomassezuwachs. Bald gibt es detailliertere Updates, wenn die Pflanzen Terpenprofile und Blütenstruktur ausbilden. Einige wahre Highlights deuten sich bereits an.
Entlaubung und Topping.
Nach mehreren Wochen kontinuierlicher Entwicklung haben die Pflanzen deutlich an Masse zugelegt und eine kräftige Struktur aufgebaut. Sowohl die Hauptcola als auch die Seitentriebe haben sich gleichmäßig entwickelt – das spricht für gute Vitalität und gesundes Wachstum.
In dieser Phase steht die Klonproduktion im Vordergrund. Die Seitentriebe sollen zur Hauptcola aufschließen, sodass jeder Steckling kräftig und gleich entwickelt ist.
Dafür entfernen wir überflüssige Sonnensegelblätter für eine bessere Lichtdurchdringung und toppen die Pflanzen, um das seitliche Wachstum zu fördern. So erhalten wir ein gleichmäßiges Blätterdach und schaffen kräftige, einheitliche Stecklinge für die nächste Phase im Zuchtprogramm.
Die Pflanzen brauchen nun ein paar Tage, um sich von Training und Entlaubung zu erholen. Diese Erholungszeit erlaubt es ihnen, neue, kräftige Triebe zu bilden, sodass wir starke, gesunde Stecklinge schneiden können, um die Genetik zu bewahren und das Zuchtprogramm fortzusetzen.
Klonen.
Die Erholungszeit ist vorbei, und die Pflanzen haben sich hervorragend erholt. Sie sind wieder kraftvoll, bilden starke neue Triebe und sind bereit für die Klonphase.
Am Ende des Prozesses hatten wir über 2.000 Klone von mehr als 200 sorgfältig ausgewählten Mutterpflanzen. Jeder Steckling kam in einen Propagator und wurde in einer stabilen, kontrollierten Umgebung unter optimalen Bedingungen bewurzelt.
Für einen detaillierteren Einblick in unseren Klonprozess schaut auch in unseren Klon-Guide, in dem wir jeden Schritt ausführlich behandeln.
Warten auf die Bewurzelung der Klone
Nach 7–10 Tagen in einer kontrollierten Anzuchtumgebung haben alle Klone starke, gesunde Wurzeln entwickelt und sind bereit zum Umtopfen. Die einheitliche Bewurzelung und das kräftige Wachstum bestätigen: Die Mutterpflanzen haben hochwertige Stecklinge hervorgebracht – eine perfekte Grundlage für den nächsten Zuchtabschnitt.
Nach nur wenigen Tagen in den Propagatoren hatten alle Klone zuverlässig Wurzeln gebildet und zeigten kräftiges neues Wachstum. Dies bestätigt, dass die Stecklinge unserer ausgewählten Mutterpflanzen gut angewachsen sind und wir bereit für den nächsten Schritt sind.
Mit gesunden Sicherheitskopien im Rücken können wir beruhigt zu den Mutterpflanzen zurückkehren und das Zuchtprogramm fortsetzen, in dem Wissen, dass ihre Genetik für spätere Auswahl und Weiterentwicklung gesichert ist.
Während wir uns auf das Bewurzeln und Umtopfen der Klone konzentriert haben, sind die Mutterpflanzen kräftig weitergewachsen. Sie sind jetzt merklich buschiger und benötigen vor dem nächsten Abschnitt eine weitere Runde Entlaubung und Topping.
Nach der Vorbereitung sind die Pflanzen bereit für die Blütephase. Entlaubung und Topping sorgen für ein gleichmäßiges Blätterdach, während untere und weniger produktive Blütenansätze entfernt wurden. Das verbessert den Luftstrom, erleichtert das Feuchtigkeitsmanagement und konzentriert die Energie auf die stärksten Colas für eine gleichmäßigere Entwicklung über das gesamte Blätterdach.
Start der Blüte.
Nur eine Woche nach dem Umstellen auf den 12/12-Lichtzyklus sind die Pflanzen in die Blütephase übergegangen und entwickeln sich rasant. In kürzester Zeit haben sie viel neues Laub produziert, was das Blätterdach verdichtet – das würde langfristig die Lichtdurchdringung und die Belüftung einschränken, sofern es nicht kontrolliert wird.

Gleichzeitig entwickeln sich die ersten Blüten sehr zügig. Die Pflanzen beginnen, viele frische weiße Blütenstempel zu bilden, was ihr Geschlecht deutlich zeigt und einen kräftigen, gesunden Start in die Blütephase bestätigt.
Das ist ein wichtiger Abschnitt im Zyklus. Eine rechtzeitige Entlaubung sorgt dafür, dass mehr Licht die sich entwickelnden Blüten erreicht, verbessert die Luftzirkulation im ganzen Blätterdach und steuert die Energie der Pflanze stärker in die Blütenbildung statt in überflüssiges Laub. Da sich die Pflanzen noch strecken, schafft ein luftiges, ebenes Blätterdach die besten Voraussetzungen für eine gleichmäßige Blütenentwicklung in den nächsten Wochen.
Canopy-Management abgeschlossen
Nach mehreren Tagen sorgfältiger Entlaubung und Aufbinden ist die Arbeit endlich geschafft – das Ergebnis spricht für sich.
Jede instabile Pflanze wurde sicher gestützt, damit jede einzelne Blüte den wachsenden Blütenstand während des restlichen Zyklus problemlos tragen kann.
Auch das Blätterdach wurde gründlich gesäubert. Überflüssiges Blattwerk wurde entfernt, um die Lichtdurchdringung zu maximieren – jetzt bekommt jede Blütenstelle direktes Licht ohne Schatten. Trotz hoher Dichte berühren sich die Pflanzen nicht, jede bekommt genügend Platz, sich ohne Konkurrenz zu entfalten.

Der Luftstrom zwischen den Reihen hat sich deutlich verbessert, was ein gesünderes Klima schafft und das Feuchtigkeitsmanagement während der Blüte vereinfacht. Das senkt das Risiko künftiger Probleme und hilft den Pflanzen, ihre Energie in starke, einheitliche Blüten zu stecken.
In diesem Stadium sieht der ganze Raum außergewöhnlich gesund aus. Das Blätterdach ist ebenmäßig, die Pflanzen vital und alles ist bereit für die kommenden Wochen mit rasant wachsender Blütenproduktion.












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