DEA Bestätigt: Cannabissamen sind auf Bundesebene in den USA legal
Wenn du einer der Grower in den Vereinigten Staaten bist, die befürchten, durch das Bestellen von Cannabissamen per Post gegen Bundesgesetze zu verstoßen, kannst du jetzt aufatmen. Die gute Nachricht kommt aus einer unerwarteten Richtung – der Drug Enforcement Agency (DEA).
Kürzlich musste die DEA auf eine Anfrage des Anwalts Shane Pennington hinsichtlich der Legalität von Cannabissamen auf Bundesebene antworten. Die Behörde gab zu, dass es vor 2018 problematisch war, Samen zu kaufen, zu verkaufen oder zu besitzen, wenn man erwischt wurde. Doch der Farm Bill von 2018 hat zwischen Marihuana und seinem nicht-psychoaktiven Pendant, Hanf, unterschieden und Letzteren legalisiert. Da es keinen klaren Unterschied zwischen den Samen beider Varianten gibt, sind nun alle legal.
Die Herkunft spielt keine Rolle mehr
Hanf wird als Cannabispflanze definiert, deren verschiedene Pflanzenteile nicht mehr als 0,3% THC enthalten. Die höchste THC-Konzentration findet sich offensichtlich in den Blüten, während die Samen nur Spuren enthalten – und diese vermutlich nur an nicht gründlich gewaschenen Schalen. Die Embryonen im Inneren benötigen kein THC für lebenswichtige Prozesse und enthalten daher keines. Und das gilt unabhängig davon, ob ein Samen von einer Hanfblüte oder einer potenten Marihuanablüte stammt.
Früher herrschte große rechtliche Unsicherheit bezüglich des Arguments der ‘Herkunft’ der Samen. Wer Marihuanasamen weiterhin als illegale Ware behandeln wollte, nutzte beispielsweise einen Hinweis auf eine THC-reiche Sorte (wie auf der Packung angegeben) als Grund für eine Beschlagnahme. Doch laut DEA zählt das nicht mehr.

Bundesgesetze sind trotzdem schwer nicht zu brechen
Auch wenn der Kauf und Besitz von THC-reichen Marihuanasamen technisch gesehen legal ist, gilt dies nur zu Sammelzwecken oder um sie zu verschenken usw. Das Keimen dieser Samen ist nach Bundesrecht weiterhin illegal. Außerdem machen die Bundesbehörden keinen Unterschied, ob du in einem Staat lebst, in dem der Eigenanbau erlaubt ist, oder wo er noch verboten ist.
Das Gleiche gilt übrigens auch für Besitz und Konsum. Selbst wenn die Gesetze im jeweiligen Bundesstaat es erlauben – als Cannabiskonsument verstößt du trotzdem jeden Tag gegen das Bundesgesetz. Die gute Nachricht: Die Verfolgung von Konsumenten in legalen Staaten steht bei den Bundesbehörden ganz unten auf der Prioritätenliste; und wie sich zeigt, besteht für Cannabissamen praktisch keinerlei Priorität mehr.
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