Fast Buds: Cannabis-infundiertes Kokosöl – Warum wir von Cannabutter umgestiegen sind, die besten Zubereitungsarten (inklusive der besten Gadgets) und unsere Top 3 Rezepte

19 September 2022
Cannabutter war jahrelang unsere bewährte Basiszutat für Edibles – aber das hat sich in den letzten Jahren geändert...
19 September 2022
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Fast Buds: Cannabis-infundiertes Kokosöl – Warum wir von Cannabutter umgestiegen sind, die besten Zubereitungsarten (inklusive der besten Gadgets) und unsere Top 3 Rezepte

Inhalt:
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  • 1. Eine kurzgeschichte des kochens mit weed
  • 2. Cannabis-infundiertes kokosöl
  • 3. Warum kokosöl die beste basis für thc-infusionen ist
  • 4. Slow-cooked cannacoco Öl
  • 4. a. Ausrüstung:
  • 4. b. Zutaten:
  • 4. c. Anleitung:
  • 5. Schnelles cannacoco Öl
  • 5. a. Anleitung:
  • 6. Die besten cannacoco-Öl-gadgets
  • 7. Die besten cannacoco-Öl-rezepte
  • 7. a. Cannabis-infundierte kokosöl-schokoriegel
  • 7. b. Dosed nut butter
  • 7. c. Cannabis-infundierter kokosöl-lippenbalsam
  • 8. Das fazit

In den letzten 3 bis 4 Jahren haben Edibles eine wahre Renaissance durchgemacht. Die Zeiten, in denen Hasch-Brownies und Space Cakes die einzigen Optionen waren, sind vorbei. In dieser neuen Welt des legalen Grüns scheinen die Möglichkeiten, unsere Lieblingspflanze zu konsumieren, schier endlos. Von THC-infundierter Pastasoße über Cannabis-Gummibärchen, dosierte Kartoffelchips bis zu medizinischem Kaffee – der Spruch „Alles, was man essen oder trinken kann, lässt sich inzwischen in ein Edible verwandeln“ ist längst keine Übertreibung mehr. Und obwohl es großartig ist, dass diese Spaßprodukte heutzutage für (fast) alle greifbar sind (zumindest in Staaten und Ländern, in denen Cannabis endlich legal ist), ist es gar nicht so schwer, eigene Edibles zu Hause herzustellen.

Du brauchst dafür kein großes Budget oder besondere Kochkenntnisse – nur Zeit, gutes Weed und die richtigen Zutaten und Werkzeuge. Bleib also dabei, während wir einen tiefen Einblick in die magische Welt von cannabis-infundiertem Kokosöl geben – warum es unsere neue Lieblings-Basis ist, die zwei besten Zubereitungsmethoden für zu Hause und eine Handvoll genialer Rezepte dazu. Plus alles über clevere Gadgets, die den Prozess nochmal erleichtern. Let’s get steamy!

1. Eine Kurzgeschichte des Kochens mit Weed

Bevor wir loslegen, ein kurzer Blick zurück. Wann das Essen von Cannabis wirklich seinen Ursprung hat, lässt sich zwar nicht genau belegen – aber es gibt gute Anhaltspunkte. Beim Lesen des Buches „Pot in Pans: A History of Eating Cannabis (2019)“ von Robyn Lawrence Griggs sind wir auf einige ziemlich überraschende Fakten gestoßen, selbst für uns (und wir schreiben täglich über Weed).

Eine Info aus den ersten Kapiteln: Cannabis wird vermutlich schon viel, viel länger beim Kochen verwendet, als die meisten vermuten würden. Tatsächlich wohl bereits seit 50.000 Jahren! Damals verbrachten unsere Vorfahr:innen ihre Zeit damit, alles Essbare zu sammeln. Und auch wenn man es nicht mit Sicherheit sagen kann, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Weed Teil des Speiseplans war. „Ethnobotaniker:innen glauben, es war eine der ersten Pflanzen, die sie verwendet haben“, erklärt Lawrence, da es Hinweise darauf gibt, dass Cannabis zu den frühesten aktiv angebauten Nutzpflanzen gehörte. Wie genau es in der Oberen Altsteinzeit Verwendung fand, weiß heute niemand – aber da Hanf so vielseitig und robust ist, spricht vieles für ein breites Anwendungsspektrum.

 

Cannabis infused coconut oil: a condensed history of cooking with weed

Cannabis wird seit mindestens 50.000 Jahren verwendet!
 

Was handfeste Beweise (also aufgezeichnete Geschichte) angeht, müssen wir einen großen Sprung machen: etwa ein Jahrtausend zurück. „Die ersten belegten Erwähnungen stammen aus China, da ging es aber mehr um Ernährung und Medizin. Hanf an sich stand dabei im Vordergrund, die psychoaktive Wirkung galt eher als Nebeneffekt. Im Mittleren Osten wurde Cannabis dagegen gezielt wegen seiner berauschenden Wirkung genutzt – wahrscheinlich, weil Alkoholkonsum dort weniger verbreitet war. Hier war Cannabis mehr Genuss- und Entspannungsmittel.“ Auch in Indien, Jamaika, Usbekistan, im mittleren und südostasiatischen Raum war Cannabis ein wichtiger Teil der Ernährung. Später, in der Neuzeit, gab es in Europa und den USA immer mal wieder Wellen der Beliebtheit im 19. und 20. Jahrhundert, basierend auf Rezepten und Methoden, die anderswo schon lange verfeinert wurden – das alles fand aber mit den ersten Prohibitionsgesetzen der frühen 1930er ein jähes Ende.

Und wie sieht’s heute aus? Die Möglichkeiten sind nur durch deine Fantasie begrenzt. Aber für wirklich gelungene Edibles braucht es die beste Basis – und das ist in unseren Augen ganz klar cannabis-infundiertes Kokosöl!

2. Cannabis-infundiertes Kokosöl 

Es gibt nicht den einen perfekten Weg, Cannacoco-Öl (so nennen wir es ab jetzt) herzustellen. Solange du die Grundregeln einhältst, klappt das Endprodukt zuverlässig. Beachten solltest du trotzdem ein paar Dinge. Erstens enthält Kokosöl relativ viele gesättigte Fettsäuren. Das erlaubt es, besonders viel THC (und andere Cannabinoide) aufzunehmen. Außerdem hat es einen niedrigen Siedepunkt (76 °C), was es ideal für Methoden mit niedrigen Temperaturen macht – wie die beliebte Crockpot-Variante.

Zweitens: Du könntest grundsätzlich jede Art von Cannabis für Cannacoco-Öl nutzen, aber wir empfehlen Schnittreste (Trim). Trim sind die Blätter und kleinen Blüten, die beim Trimmen der Colas während des Ernteprozesses entfernt werden. Sie enthalten meist etwas weniger THC als die großen Blüten, dafür aber mehr Chlorophyll. Chlorophyll sorgt für einen „kratzigen“ Rauch und ist einer der Gründe, warum es wichtig ist, die Buds sorgfältig zu trocknen, zu trimmen und zu curen.

 

Cannabis infused coconut oil: how to make cannabis-infused coconut oil

Wunderschön goldenes, infundiertes Kokosöl.
 

Da das hier aber nebensächlich ist, ist Trim eine super Wahl (sofern du drankommst). In legalen Ländern findet man Trim oft für einen Bruchteil des Preises der beliebten Blüten. Oder du besorgst dir einfach hochwertige, einfach anzubauende Seeds und ziehst dein eigenes Gras (Autoflowering Seeds sind dabei die schnellste und einfachste Option – und genauso potent wie normale Seeds). Damit hast du so viel Trim, wie du brauchst!

Doch zuerst das Wichtigste: Jedes Mal, wenn du mit Weed kochst, musst du es zuerst decarboxylieren. Das bedeutet: Das Weed wird für eine festgelegte Zeit auf eine bestimmte Temperatur erhitzt, um das THC-A in das aktive THC umzuwandeln. Wenn du das nicht machst, wird dein Endprodukt deutlich schwächer sein. Zwar passiert auch ein Teil der Decarboxylierung beim Kochen, wir empfehlen jedoch, diesen Schritt separat vorzuziehen. Und es ist wirklich einfach und dauert nur etwa 25 Minuten. Stelle den Ofen auf die niedrigste Stufe, zerkleinere deine Buds und gib sie in eine ofenfeste Schale. Die Temperatur sollte bei etwa 110 °C (230 °F) liegen. Decke alles mit Alufolie ab und stelle es für 25 Minuten in den Ofen. Anschließend abkühlen lassen – dann kann’s losgehen mit dem Öl.

3. Warum Kokosöl die beste Basis für THC-Infusionen ist

Jetzt wird’s spannend: Was macht Kokosöl zum perfekten Grundstoff für cannabis-infundierte Edibles?

 

1. Hoher Fettgehalt. Damit kann es mehr THC aufnehmen als andere Öle (wie z.B. Olivenöl), was das Endprodukt wesentlich potenter macht.

 

2. Niedriger Schmelzpunkt. Das ermöglicht Infusionen bei geringerer Temperatur – besonders wichtig für den Erhalt des THCs.

 

3. Kokosöl schmeckt richtig lecker und passt geschmacklich super zu Weed. Es ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für süße wie herzhafte Gerichte.

 

Cannabis infused coconut oil: the benefits of coconut oil

Die Vorteile von Kokosöl.
 

4. Kokosöl ist gesund. Es enthält z.B. Laurinsäure, der zahlreiche gesundheitliche Vorteile zugeschrieben werden.

 

5. Kokosöl ist komplett vegan und Allergien dagegen sind selten.

 

Schauen wir uns die zwei gängigsten Methoden für Cannacoco-Öl genauer an.

4. Slow-Cooked Cannacoco Öl

Beginnen wir mit der Slow-Cook-Methode. Wir nutzen diese Variante immer dann, wenn wir nicht gerade unter Zeitdruck stehen – so wird am meisten aus Cannabinoiden und Terpenen herausgeholt. Und sie ist nahezu idiotensicher, solange man gelegentlich nachschaut.

Ausrüstung:

  • Slowcooker (Schongarer) oder großer Topf
  • Feines Metallsieb (z.B. wie zum Mehl sieben) oder ein Stück Käsetuch; zur Not funktioniert auch ein sauberer Kopfkissenbezug
  • Große Glas- oder Metallschüssel
  • Ein Aufbewahrungsglas oder eine Flasche (kann evtl. die Kokosöl-Flasche sein)

Zutaten:

  • 10 bis 20 Gramm decarboxyliertes Cannabis (weniger bei sehr hochwertigem Bud, mehr bei einfachem Trim)
  • 750 ml natives Kokosöl
  • 1 Liter Leitungswasser (damit nichts anbrennt)

Anleitung:

Schritt 1

Gib zuerst Wasser und Kokosöl in den Slowcooker oder Topf und stelle ihn auf mittlere bis hohe Hitze.

Schritt 2

Sobald die Mischung kocht, Hitze reduzieren bis es nur noch leicht köchelt. Dann das Cannabis dazugeben.

Schritt 3

Jetzt wird 4 bis 10 Stunden lang hin und wieder umgerührt (je länger, desto besser), Temperatur immer unter 118 °C (245 °F) halten. Mit niedriger Hitze hast du keine Probleme. Alternativ geht auch die An-/Aus-Methode: eine Stunde unter Hitze, dann eine Stunde ohne – und wiederholen.

Schritt 4

Beim Slowcooker auf die niedrigste Stufe stellen und 4–10 Stunden köcheln lassen – alle 30 Minuten umrühren und im Blick behalten.

Schritt 5

Am Ende die Mischung komplett auf Zimmertemperatur auskühlen lassen.

Schritt 6

Jetzt abseihen! Das Sieb oder Käsetuch über die Schüssel legen und die Mischung hindurchgießen. Den Cannabisrest gut ausdrücken, damit alles Öl aufgefangen wird.

Schritt 7

Jetzt hast du eine Mischung aus Öl und Wasser. Um das zu trennen, stelle die Schüssel ca. eine Stunde in den Kühlschrank, bis das Öl obendrauf ausgehärtet ist. Abschöpfen – fertig ist dein selbstgemachtes Cannacoco-Öl.

 

Cannabis infused coconut oil: slow cooked cannacoco oil

Leckeres, potentes Cannacoco-Öl.
 

Jetzt nur noch abfüllen und an einem dunklen, kühlen Ort lagern (bei Pflanzenrückständen sicherheitshalber im Kühlschrank aufbewahren).

 

Das ist die beste Methode für Cannacoco-Öl. Aber was, wenn man es eilig hat? Dann kommt jetzt die schnelle Variante.

5. Schnelles Cannacoco Öl

Wie der Name schon sagt, geht diese Methode deutlich schneller, ist aber auch weniger effektiv. Der Grund: Das Öl wird nur kurz erhitzt, sodass keine vollständige Extraktion der Cannabinoide und Terpene erfolgen kann. Im Notfall funktioniert es aber. Die Ausrüstung ist dieselbe, das Wasser fällt aber weg.

Anleitung:

1. Cannabis und Kokosöl in den Topf oder Slowcooker geben, auf mittelhohe Hitze stellen. Wenn es köchelt, Hitze auf ein niedriges Simmern herunterdrehen.

 

2. Regelmäßig umrühren und maximal 45 Minuten bei höchstens 118 °C (245 °F) simmern lassen, Temperatur kontrollieren und ggf. zurückdrehen.

 

3. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Danach wie gehabt abseihen und abfüllen. Gut durchgesiebt hält sich das Öl mehrere Monate an einem dunklen, kühlen Ort, bei Pflanzenresten lieber in den Kühlschrank.

 

Das sind die zwei besten Methoden für Cannacoco-Öl!

6. Die besten Cannacoco-Öl-Gadgets

Okay, wir haben die zwei Hauptmethoden besprochen. Während sie einfach sind, dauert die langsamere Variante doch recht lange – wieso also nicht den Prozess vereinfachen? Hier kommen praktische Gadgets ins Spiel, die das Herstellen von Cannacoco-Öl zum Kinderspiel machen. Hier sind die besten aktuellen Modelle:

Die Magical Butter Machine 

Das mit Abstand beliebteste Gerät für Cannabutter oder Cannacoco-Öl. Ein All-in-One-Gerät, das alles automatisch übernimmt. Zutaten rein, Timer einstellen, abwarten. Die Maschine hat einen Rührstab, du musst lediglich ab und zu umrühren. Mit Abschaltautomatik – kein Überkochen oder Anbrennen!

 Herbal Infusion Machine 

Ähnlich wie das Magical Butter Gerät, aber speziell für Kräuter-Infusionen entwickelt. Größeres Fassungsvermögen (1,5 vs. 2,5 Liter), ideal für große Mengen. 3 Kochmodi, LED-Zeitschaltuhr und alles an Zubehör, das man für hochwertige Öle braucht.

Levo 2.0 

Ein neuer Stern am Gadget-Himmel und sehr beliebt für Cannacoco-Öl. Die Levo 2.0 ist ein All-in-One-Gerät für Öl, Tinkturen, Butter und mehr. Großes Fassungsvermögen (2,5 Liter) sowie DRY- und ACTIVATE-Modus (Decarboxylierung) zur Infusionsvorbereitung. Unser absoluter Favorit! Nicht die günstigste Variante, aber sie macht einen tollen Job. Auch die Verarbeitungsqualität ist top.

 

Das sind die besten Methoden und Gadgets für Cannacoco-Öl. Probier sie aus und finde heraus, welche für dich am besten funktionieren.

7. Die besten Cannacoco-Öl-Rezepte

Das Beste an Cannacoco-Öl ist die Vielseitigkeit. Es eignet sich nicht nur zum Kochen, sondern auch für viele kosmetische Anwendungen. Unsere 3 liebsten, super entspannten Rezepte:

Cannabis-infundierte Kokosöl-Schokoriegel

Perfekt für naschhafte Schleckermäuler! Einfach zuzubereiten und mit wenigen Zutaten.

Zutaten:

  • 1 Tasse Cannacoco-Öl
  • 1 Tasse Kakaopulver
  • 1 Tasse Honig
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • Zusätzliche Zutaten nach Geschmack oder Vorrat: Wir geben zuletzt gerne Haselnüsse (oder andere Nüsse) dazu und streuen Kokosflocken drüber.

Zubereitung:

1. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und gut durchrühren.

 

2. Die Masse in eine 20x20 cm große Backform füllen und für 2 Stunden oder bis zur festen Konsistenz ins Gefrierfach geben.

 

3. In Stücke schneiden und genießen!

Dosed Nut Butter

So bringst du Abwechslung auf deinen Frühstückstoast! Auch genial als Dip für Obst oder Gemüse.

Zutaten:

  • 1 Tasse Cannacoco-Öl
  • 2 Tassen Nüsse – Erdnüsse, Mandeln oder Cashews funktionieren bestens
  • 1 Teelöffel Salz

 

Cannabis infused coconut oil: the best cannacoco oil recipes

Mundwässernde Weed-Schokoriegel.

Zubereitung:

1. Den Backofen auf 175 °C (350 °F) vorheizen.

 

2. Nüsse auf ein Backblech geben und 10–15 Minuten rösten, bis sie goldbraun sind.

 

3. Etwas abkühlen lassen, dann mit Cannacoco-Öl und Salz in Mixer oder Zerkleinerer geben. Im 30-Sekunden-Intervall pürieren, bis sich die Masse leicht verflüssigt, nach und nach Öl und Salz einarbeiten.

Cannabis-infundierter Kokosöl-Lippenbalsam

Super für kalte, windige Tage oder nach einem Tag in der Sonne. Einfach und mit wenigen Zutaten machbar.

Zutaten:

  • 1/2 Tasse Cannacoco-Öl
  • 1/4 Tasse Bienenwachs
  • 1 Teelöffel Honig
  • 10 Tropfen ätherisches Öl (optional)

Zubereitung:

1. Cannacoco-Öl und Bienenwachs in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen.

 

2. Vom Herd nehmen und Honig sowie ätherisches Öl (falls gewünscht) einrühren.

 

3. In einen Lippenbalsam-Behälter füllen und fest werden lassen.

8. Das Fazit

Edibles selbst zu machen, klingt am Anfang kompliziert, mit Cannacoco-Öl ist es aber wirklich einfach. Vegan, lecker, vielseitig und auch für Küchenmuffel geeignet. Worauf wartest du noch? Probier es aus und sag uns, wie es läuft!



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