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Low Stress vs High Stress Training

16 Juni 2020
Welche Techniken du bei Autoflowern anwenden kannst oder nicht, und deren grundlegende Unterschiede.
16 Juni 2020
6 min read
Low Stress vs High Stress Training

Inhalt:
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  • 1. Low stress training techniken (lst)
  • 1. a. Die tie-down-methode
  • 1. b. Screen of green (scrog)
  • 2. High stress training techniken (hst)
  • 2. a. Topping
  • 2. b. Fim
  • 2. c. Super cropping
  • 3. Training von autoflowering pflanzen
  • 4. Unser empfohlenes trainingsschema für autos
  • 5. Fazit

Wie du vielleicht schon weißt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, deine Pflanzen zu trainieren. Mit diesen Methoden kannst du die finale Ernte erheblich steigern, da mehr Licht die Buds erreicht, was zu größeren Erträgen und einer insgesamt besseren Blütenqualität führt. Die Trainingsmethoden werden in zwei Kategorien unterteilt: Low Stress Training (LST) und High Stress Training (HST).

1. Low Stress Training Techniken (LST)

LST bedeutet, dass deine Pflanze nicht direkt beschädigt wird. Die Methoden haben keinen großen Einfluss auf deine Pflanzen, erfordern aber mehrere Anwendungen pro Woche, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.

Illustration von Low Stress Training (LST) Techniken für Cannabispflanzen.

L.S.T ist die Kunst, bestimmte Punkte des Kronendachs abzusenken, um ein gleichmäßiges, mehrspitziges Kronendach zu schaffen und das Licht auch im Inneren der Pflanzen zu verteilen.

Die Tie-Down-Methode

Bei dieser Methode verwendest du eine Schnur oder Angelschnur, um die Zweige deiner Pflanze nach unten zu binden. Grower nutzen diese Technik, um das Strecken zu kontrollieren und gleichzeitig das Kronendach auf eine Ebene zu bringen, sodass Licht alle Budsites gleichermaßen erreicht. Wenn du es korrekt ausführst, passt du deine Pflanze nicht nur an deinen Growspace an, sondern lässt auch das Licht zu den unteren Buds vordringen, was zu einem höheren Ertrag, festeren Buds und einer besseren Ernte führt.

Screen of Green (SCROG)

Diese Methode erzielt die gleichen Ergebnisse wie die Tie-Down-Methode, jedoch wird hier ein Netz oder Gitter (ähnlich einem Volleyballnetz) verwendet, um die Zweige zu halten. Wie bei der Tie-Down-Methode dient dies dazu, das Kronendach eben zu halten und das Strecken zu kontrollieren, während alle Budsites beleuchtet werden.

 

Diagramm, das die SCROG-Methode mit einem Netz für das Cannabis-Training zeigt.

 

SCROG bezeichnet die Anwendung eines Netzes im Growraum, um mehrere oder eine große Pflanze durch das Netz hindurch zu trainieren und zu manipulieren.
 

Zwar sparst du Zeit, da du nicht jeden Zweig einzeln herunterbinden musst, das Netz ist jedoch an deinem Growzelt befestigt und macht es unmöglich, Pflanzen zu bewegen. Du kannst kleinere Netze über einzelnen Pflanzen einsetzen, dann kannst du sie leichter umstellen. Der Nachteil: Es wird mehr Platz benötigt und du musst vor jedem neuen Durchlauf ein neues Netz kaufen.

2. High Stress Training Techniken (HST)

HST bedeutet, dass die Pflanze direkt beschädigt wird, z.B. durch Abbrechen oder Entfernen von Pflanzenteilen. Dies kann das Wachstum hemmen, erspart dir aber das mehrmalige Trainieren pro Woche.   

Topping

Topping ist eine einfache Methode, bei der die Spitze der Pflanze mit einer Schere oder sogar mit den Fingernägeln entfernt wird. Der entfernte Teil wächst dann zu zwei Zweigen heran, während auch das Wachstum der unteren Zweige gefördert wird. Dieser Prozess kann mehrfach während der vegetativen Phase wiederholt werden.

 

Bild, das die Topping-Technik bei einer Cannabispflanze zeigt.

Topping sorgt dafür, dass statt eines Haupttriebs zwei Triebe wachsen.
 

Dadurch erhältst du eine Pflanze mit mehreren Colas und ermöglichst Licht für alle Budsites. Denk daran, dass die Pflanze nach dem Topping ein paar Tage zur Erholung braucht, was die vegetative Phase etwas verlängert.

Tipp: Wir empfehlen, deine Schere oder Hände vor dem Topping mit Alkohol zu desinfizieren – so beugst du Infektionen vor.

FIM

Fimming ist eine anspruchsvollere Variante des Topping. Statt das gesamte neue Wachstum zu entfernen, kappt man hier ca. 75 % des Neuwuchses. Ziel ist es, vier neue Zweige statt zwei zu fördern und ein gleichwertiges Ergebnis wie beim Topping zu erreichen, aber mit weniger Trainieren.

 

Visuelle Darstellung der Fimming-Technik für das Cannabistraining.

Fimming bedeutet, bewusst 25 % der Spitze stehen zu lassen, was zu einer sehr kompakten Wuchsform führt.
 

Du kannst Fimming oder Topping auch an Seitentrieben machen, wenn du eine buschigere Pflanze willst. Führst du es am Haupttrieb aus, wächst die Pflanze höher.

Super Cropping

Super Cropping (auch als Stamm-Mutilation bekannt) ist eine aggressivere Variante von LST. Statt den Trieb herunterzubinden, wird der Zweig so lange gebogen, bis die Fasern brechen. Die Absicht ist nicht, den ganzen Zweig oder die Haut zu zerreißen, sondern ihn sanft zu überbiegen.

 

Foto, das die Super-Cropping-Methode an einem Cannabiszweig zeigt.

Super Cropping ist eine High-Stress-Technik, die die Zellwände bricht und zur Reparatur anregt.
 

Dazu rollst und drückst du den ausgewählten Zweig vorsichtig, bis er beginnt schwächer zu werden und schließlich nachgibt. Wie bei allen anderen Methoden ist das Ziel ein gleichmäßiges Kronendach, damit Licht alle Budsites erreicht.

3. Training von autoflowering Pflanzen

Wir empfehlen, bei deinen Autoflowers nur LST-Techniken anzuwenden. Zu aggressives Vorgehen kann die Pflanze zwar stressen, aber wenn du Low Stress-Techniken langsam und regelmäßig alle paar Tage ausführst, erzielst du die gewünschten Resultate, ohne das Wachstum deiner Auto zu beeinträchtigen. Bei Fast Buds bieten wir Sorten an, die besonders gut auf LST reagieren, wie zum Beispiel die Gorilla Glue Auto. Sie ist sehr widerstandsfähig und ein echter Ertragswunder. Wenn du ihre Seitentriebe herunterbindest, erhöhst du die Zahl der Blütenansätze und steigerst den Ertrag.

 

Du kannst Autoflowers natürlich auch ohne Training anbauen, aber mit LST entstehen mehr Colas, festere Buds und ein höherer Ertrag. Obwohl du High Stress-Techniken auf Autoflowern anwenden könntest, ist es NICHT zu empfehlen. Normalerweise brauchen Autos etwa 4 Wochen bis zur Blüte. HST führt nach dem Eingriff zu ein paar Tagen Wachstumsstopp. Selbst nur zwei HST-Anwendungen während der gesamten vegetativen Phase können eine Woche Erholungszeit verursachen – das wirkt sich stark auf die Höhe der Pflanze und den Ertrag aus.

Wenn du mit HST bei Autos experimentieren möchtest, wähle Pflanzen, die für die Blüte etwas länger brauchen, wie unsere Six Shooter Auto. Die paar Extra-Wochen, die sie für die Reife braucht, können die Regenerationszeit nach einem HST ausgleichen.

4. Unser empfohlenes Trainingsschema für Autos

Wenn du schon ein erfahrener Grower mit vielen Autoflower-Ernten auf dem Konto bist, weißt du wahrscheinlich längst, was für dich am besten funktioniert und was nicht. Es gibt keine eindeutige Antwort auf die beste Trainingsmethode oder das beste Timing bei Autos, denn jede Sorte reagiert unterschiedlich. Aber wenn du neu bei Autoflowern bist und einen Leitfaden suchst, empfehlen wir, dich an folgendes Trainingsschema zu halten.

 

  • Autoflower sind empfindlich. Du solltest sie keinesfalls überstrapazieren. Das beginnt schon am Anfang: Setze deine Auto direkt in den endgültigen Topf. Dann musst du sie nicht umtopfen, was zu großem Stress und Wachstumsstopp führen kann.
  • Wähle dann, ob du entweder die Tie-Down-Methode oder ein ScrOG-Netz verwenden willst. Beides kann kombiniert werden, aber die Hauptsache ist, dass du die apikale Dominanz minimierst und das Kronendach horizontal verbreiterst. Wenn du ein Netz hast, nutze ScrOG, falls nicht, schnapp dir eine Schnur und binde nach und nach den Haupttrieb und die Zweige herunter, um eine gleichmäßige Verteilung zu fördern.
  • So verbesserst du die Gleichmäßigkeit, Stärke und Dichte der Buds. Ist das Kronendach auf einer Höhe, verteilt die Pflanze das Wachstumshormon Auxin auf alle Blütenstellen statt nur auf die Top-Cola. Außerdem wird so die Lichtdurchdringung und Luftzirkulation im Dach verbessert. Das vermeidet Schimmel und andere Schädlinge und sorgt für mehr Sonneneinstrahlung auf die Buds.

Wie sieht es mit Topping aus?

Für die überwiegende Mehrheit der Einsteiger können wir Topping bei Autoflowern nicht empfehlen. Kann man Autos toppen? Ja, man kann. Aber bevor du so einen Schritt gehst, solltest du nicht nur das Growen, sondern auch die Eigenarten der Sorte kennen, bei der du es anwenden willst.

Topping kann die Erträge steigern, besonders mit Rankhilfen, aber es kann Pflanzen auch stark stressen und das Wachstum hemmen. Wenn du Autos wirklich beherrschst und dich damit wohlfühlst, probiere es gern aus – beachte aber, dass immer ein Risiko besteht, das zu einem geringeren Endertrag führen kann.

5. Fazit

Eine Kombination aus High- und Low-Stress-Training kann beim Indoor-Grow von photoperiodischen Pflanzen für höhere Erträge sorgen. Für Anfänger empfehlen wir, Autoflowers zunächst mit LST-Techniken zu trainieren. Sobald du Erfahrung gesammelt hast, kannst du vorsichtig HST ausprobieren. Übertreibe es aber nicht – man kann immer noch mehr trainieren, aber Schäden lassen sich nicht rückgängig machen. Das Ziel ist immer eine bessere Ernte als beim letzten Mal, bessere Grow-Skills und glückliche, gesunde Pflanzen.



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