Wie Cannabispflanzen Wasser nutzen und was Sie wissen sollten

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Autor Sean Prana
13 März 2023
Alles, was Sie über den Wasserverbrauch von Cannabispflanzen wissen müssen: wann und wie Sie gießen und was Sie vermeiden sollten.
13 März 2023
9 min read
Wie Cannabispflanzen Wasser nutzen und was Sie wissen sollten

Inhalt:
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  • 1. Was ist transpiration?
  • 1. a. Transpiration über das blattwerk
  • 1. b. Transpiration über die wurzeln
  • 1. c. Was kann schiefgehen?
  • 2. Das ideale substrat für wasserspeicherung
  • 3. Die verschiedenen wasserarten
  • 3. a. Hartes wasser
  • 3. b. Weiches wasser
  • 4. Umkehrosmose
  • 5. Regenwasser
  • 6. Top-tipps zum gießen von cannabispflanzen
  • 7. Wie oft und wie viel wasser benÖtigt ihr anbau?
  • 7. a. Wann haben ihre pflanzen durst?
  • 8. Weitere wichtige faktoren für erfolgreiche ernte
  • 9. Fazit

Wasser ist ein essenzieller Baustein für alle kohlenstoffbasierten Lebensformen auf unserem Planeten. Besonders bei Cannabissamen, die regelmäßig große Mengen an Nährlösung benötigen. Diszipliniert nicht zu viel oder zu wenig zu gießen, ist das eine, doch entscheidend ist das Verständnis, wie und warum Cannabispflanzen Wasser überhaupt nutzen. Im Folgenden erklärt Fast Buds alles Wissenswerte über Wasser, Transpiration sowie unsere wichtigsten Tipps. 

1. Was ist Transpiration?

Am besten kann man sich die Funktionsweise der Transpiration bei Pflanzen vorstellen, indem man sie mit dem menschlichen Körper vergleicht. Wir benötigen Wasser, um unser Gehirn zu hydratisieren, damit Salze und Osmoseprozesse ablaufen können, damit unsere Nieren und andere Organe funktionieren und als natürliche Methode zur Abkühlung unseres Körpers beim Schwitzen.

Wenn Sie sich vorstellen, wie sehr eine Cannabispflanze auf Wasser angewiesen ist – ähnlich wie wir – dann wird deutlich, dass sie Wasser nutzt, um Salzgehalt und Nährstoffaufnahme zu regulieren.

Transpiration über das Blattwerk

Eine Möglichkeit, wie Cannabispflanzen Wasser nutzen, ist über ihre Blätter. Die relative Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle darin, wie viel Wasser über die Blätter verdunstet oder wie viel Wasser aus dem Wurzelbereich aufgenommen werden kann. 

Transpiration über die Wurzeln

Das Hauptnetzwerk der Cannabispflanze, das für die Nährstoffaufnahme zuständig ist. Die feinen Wurzelhaare benötigen nur einen sehr dünnen Wasserfilm, um an verfügbare Nährstoffe zu gelangen. Sind die Luftfeuchtigkeitswerte passend zum Lebenszyklus der Pflanze, ist das Verhältnis von Nährstoffaufnahme zur Transpiration über das Blattwerk optimal ausbalanciert.

Illustration des Transpirationszyklus bei Cannabispflanzen mit Wasseraufnahme über die Wurzeln.

Der Transpirationszyklus.

Das Feuchthaltevermögen eines Substrats kann bis zu 18-faches Eigengewicht betragen, doch die Transpirationsrate über das Blattwerk schwankt rasant. Um trockene oder harte Umgebungen wie im Mittelmeerraum im Hochsommer oder eine schlecht belüftete Indoor-Growbox auszugleichen, müssen Pflanzen sich genauso wie wir selbst nach anstrengender Bewegung abkühlen.

Was kann schiefgehen?

Wenn die Umgebung für Cannabispflanzen zu heiß wird und das gesamte Wasser aus dem Wurzelbereich verbraucht ist, dauert es nicht lange, bis sie an Kraft verlieren und ihre Vitalität einbüßen. Dies führt zu Mangelerscheinungen und schadet Wachstum und Ertrag der Pflanzen.

  • E.C.-Werte können schwanken
  • Pflanzen wachsen gehemmt
  • Mängel treten auf
  • Sichtbare Blattschäden

2. Das ideale Substrat für Wasserspeicherung

Es ist sehr wichtig, das richtige Gleichgewicht zwischen Wasserspeicherung und Drainage im Substrat zu schaffen. Das Verhältnis sowie das verwendete Substrat bestimmen maßgeblich, wie schnell oder langsam Transpiration stattfindet.

Steinwolle

Steinwolle kann bis zu 18-mal ihr Eigengewicht an Wasser speichern und ist daher ein ausgezeichnetes Substrat – ideal bei Hitze für drinnen und draußen. Häufig im Hydroponikbereich genutzt, eignet sie sich bestens als Zusatz ganz unten im Topf oder als Mischung mit Kokos, Perlite und Erde.

Kokos (Coco)

Kokosfaser besteht aus Kokosnussschalen und ist ein inertes Substrat, das sowohl besonders anwender– als auch pflanzenfreundlich ist. Neben einer hervorragenden Luftkapazität überzeugt es durch starke Wasserspeicherung. Der Anbau von Cannabis in Kokos ist weitverbreitet in der Hydroponik oder als Mischung in lebendigen organischen Erden.

Verschiedene Substrate zur Wasserspeicherung bei Cannabis wie Kokos und Vermiculit.

Die verschiedenen idealen Substrate für Wasserspeicherung.

Vermiculit

Vermiculit ist ein natürliches Schichtsilikat, das sich unter Hitzeeinfluss ausdehnt. Dieses ebenfalls inerte, leichte Substrat verhilft zu gut durchfeuchteten Böden beim Cannabisanbau.

3. Die verschiedenen Wasserarten

Welcher Wasserquelle Sie für Ihre Indoor- oder Outdoor-Pflanzen nutzen können, hängt stark vom Wohnort ab. Ebenso, ob Sie ans Leitungswasser, lokale Wasserwerke oder gesammeltes Regenwasser kommen.  

Hartes Wasser

Hierbei handelt es sich um mineralreiches Wasser, das aus dem Gestein herausgelöste Mineralien enthält. Hartes Wasser besitzt aufgrund der Versickerung durch Kalk-, Gips- und Kalksteinschichten eine viel höhere Mineralstoffkonzentration. Diese lagern sich im Wasser ab und reichern es mit folgenden Stoffen an: 

  • Calcium 
  • Magnesium
  • Magnesiumcarbonat 
  • Hydrogencarbonate
  • Sulfate

Wenn Sie einen Topf hartes Wasser aufkochen, bleibt ein weißer, kreidiger Belag zurück – das einfachste Indiz zur Bestimmung der Wasserhärte.

Vergleich von hartem und weichem Wasser mit sichtbaren Mineralablagerungen im Kochtopf.

Hartes vs. weiches Wasser.

Weiches Wasser

Weiches Wasser enthält nur sehr wenige Mineralien und ist im Vergleich zu hartem Wasser arm an Ionen. Wie der Name vermuten lässt, schmeckt es beim Trinken sehr weich und weist kaum Nachgeschmack auf. Es empfiehlt sich, Ihrem Garten Calcium- und Magnesiumdünger zuzusetzen, um das Gleichgewicht zwischen Haupt- und Spurennährstoffen zu halten.

  • Wenig Magnesiumionen 
  • Wenig Calciumionen
  • Erfordert Cal + Mg-Zusatz

4. Umkehrosmose

Ein Verfahren zur Reinigung von Wasser, bei dem Ionen und größere Partikel entfernt werden, ist die Umkehrosmose (R/O). So wird die elektrische Leitfähigkeit (E.C.) auf das niedrigstmögliche Ausgangsniveau gesenkt, und anschließend können Nährstoffe zugesetzt werden. Ideal für Grower mit schlechter Wasserqualität, die auf sichere Filterung angewiesen sind – zum Trinken, für äußere Anwendung und insbesondere zur Versorgung der Cannabispflanzen und für optimale lebende Erde.

5. Regenwasser

Leider sind die Zeiten vorbei, in denen sauberes und kostenloses Regenwasser uneingeschränkt gesammelt werden konnte – in einigen Regionen ist das mittlerweile eingeschränkt oder verboten. Wer derzeit auf Mutter Natur als kostenlose Wasserquelle setzt oder dies plant, sollte folgende Punkte unbedingt beachten:

  • Regenwasser nimmt beim Fallen Ionen aus der Luft auf. Wohnen Sie nahe einer größeren Stadt, kann Luftverschmutzung das Regenwasser belasten und für Pflanzen oder zum Trinken ungeeignet oder giftig machen. 
  • Achten Sie unbedingt darauf, dass zum Sammeln von Regen nur saubere, sterile Materialien verwendet werden. Alte Fallrohre oder ein rostiges Blechdach können im Lauf der Zeit Verunreinigungen abgeben. Kunststoff-Wellplatten sind ideal, ebenso wie das gründliche Säubern der Fallrohre.

Saubere Regenwasser-Sammelanlage für Cannabispflanzen.

Regenwasser für Cannabis.
  • Es ist wichtig, gesammeltes Regenwasser dunkel, mit hohem Sauerstoffgehalt und außerhalb direkter Sonneneinstrahlung zu lagern. So verhindern Sie, dass sich Algen oder anaerobe Bakterien bilden.

6. Top-Tipps zum Gießen von Cannabispflanzen 

  • Pflanzen direkt vor den Lampen zu gießen und diese dann auszuschalten, kann zu hoher Luftfeuchtigkeit und Übersättigung des Substrats während der Dunkelperiode führen. Sinnvoller und praktischer ist es, die Pflanzen etwa eine Stunde nach dem Anschalten der Lampen oder zweimal täglich in kleinen Intervallen zu gießen.
  • Nutzen Sie einen Ausströmerstein oder eine Pumpe, um Ihr Wasser mit Sauerstoff anzureichern. Krankheitserreger können in einer stark sauerstoffhaltigen Umgebung nicht gedeihen. Sauerstoff verhindert nicht nur schlechte Bakterien und hält Ihr Reservoir frisch, sondern erhöht auch gleichzeitig den pH-Wert. 
  • Falls Ihre Pflanzen mit abgestandenem Wasser behandelt wurden oder Krankheitserreger aufgetreten sind, hilft Wasserstoffperoxid als Sofortmaßnahme. Das zusätzliche Sauerstoffmolekül im H2O2 bekämpft jede Krankheit oder Infektion. 

Tipps zum Gießen von Cannabispflanzen mit sauerstoffreichem Wasser gegen Krankheitserreger.

Gießen Sie Ihre Pflanzen 1 bis 2 Stunden nach Einschalten der Lampen.
  • Umkehrosmose empfiehlt sich für Grower mit hartem Wasser. Das Filter- und Reinigungsverfahren benötigt Zeit, sorgt aber am Ende für sicheres, trinkbares und schmutzfreies Wasser. 

7. WIE OFT UND WIE VIEL WASSER BENÖTIGT IHR ANBAU?

Wir beziehen uns hier auf die Anbaumethode mit Kokosfaser, da dieses Substrat für Einsteiger ideal ist. Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn die Wissenschaft dahinter ist alles andere als exakt und viele verschiedene Faktoren beeinflussen, wie oft und wie viel gegossen werden muss. Schauen wir uns die wichtigsten Einflüsse an, die Sie beim Gießen Ihres Cannabis berücksichtigen sollten:

Das Medium

Das von Ihnen gewählte Medium hat maßgeblichen Einfluss auf die benötigte Wassermenge. Cannabispflanzen gedeihen am besten in sehr luftigen, lockeren und nährstoffreichen Substraten, die besonders gut drainieren; je leichter und lockerer, desto besser. Anfänger:innen empfehlen wir ein kokosbasiertes Medium, gemischt mit Perlit oder Vermiculit, um Drainage und Belüftung zu verbessern. Wir verwenden gern Air-Pots. Falls Sie nur normale Plastiktöpfe haben, sollten Sie zusätzliche Löcher am Boden bohren und unten Tonkugeln einfüllen, um die Entwässerung zu fördern.

Es gibt mehrere Gründe, warum man stets auf schnelle und effiziente Drainage achten sollte. Hält ein Topf zu lange zu viel Feuchtigkeit, kann das zu Wurzelfäule, Nährstoffsperren oder -mängeln, Schädlingen und Pilzbefall führen. Ein kompaktes, feuchtes Wachstumssubstrat ist im Problemfall außerdem schwerer durchzuspülen. Als Faustregel gilt: Das Wasser sollte schnell aus dem Substrat ablaufen. Spätestens ein, zwei Minuten nach dem Gießen sollte Wasser unten herauslaufen. Trocknet Ihr Medium nach 72 Stunden nicht weitgehend ab (besser wäre 24 Stunden), speichert es zu viel Feuchtigkeit. Testen Sie vor dem Auspflanzen unbedingt die Wasserspeicherung, um Anpassungen vorzunehmen. Hier finden Sie übrigens eine ausführliche Anleitung zum Anbau in Kokosfaser. 

Topfgröße

Auch die Topfgröße spielt beim Gießen eine Rolle. Für photoperiodische Pflanzen empfiehlt es sich, mit einem kleinen Topf zu beginnen und während des Wachstums immer größere Gefäße zu wählen. Bei Autos hingegen ist es besser, von Anfang an den Endtopf zu wählen, da jeder Umtopfvorgang Stress bedeutet, was bei photoperiodischen Pflanzen durch verlängerte Wachstumsphasen ausgeglichen werden kann. Autoflowering-Pflanzen wechseln unter jedem Licht in die Blüte – eine Verlängerung der Wachstumsphase ist nicht möglich. Für Autos sind 6–15 Liter Topfgröße je nach Anbauweise ratsam. Beginnen Sie mit leichtem Gießen und sorgen Sie sich um Drainage/Run-Off erst ab Woche 3.

Wachstumsphase

Wie bereits erwähnt beeinflusst die jeweilige Wachstumsphase den Wasserbedarf. Junge Pflanzen brauchen nur wenig Wasser. Vermeiden Sie für kleine Pflanzen starke Wasserstrahlen – das kann unnötigen Stress oder Schäden verursachen. Eine Sprühflasche reicht aus, um die Erde leicht zu befeuchten.

Mit zunehmendem Wachstum steigt auch der Wasserbedarf. Ab Woche 3 können Sie das Substrat komplett wässern, bis Run-Off sichtbar ist. Davor empfiehlt sich ein wöchentliches Spülen zur Vermeidung von Salzablagerungen. Wenn Sie zur vollständigen Bewässerung übergehen, sollte etwa 25 % des Gießwassers unten austreten.

Umweltfaktoren & Lichtintensität

Lichtintensität sowie Luftfeuchtigkeit und Umgebungstemperatur im Growraum haben starken Einfluss auf die Häufigkeit der Wassergaben. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen sowie das Topfgewicht bei jeder Kontrolle – idealerweise täglich.

Wann haben Ihre Pflanzen Durst?

Die Gewichtsmethode ist am einfachsten: Sie erkennen so, wie viel Wasser Ihre Pflanzen aufgenommen haben. Gerade für Anfänge scheint das ungenau, doch mit der Zeit bekommen Sie ein gutes Gefühl für das Gewicht der Töpfe und wieviel Feuchtigkeit noch enthalten ist. Wirkt Ihre Pflanze schlapp oder hängend, kann das an Krankheiten, Schädlingen oder schlicht Durst liegen.

Achtung: Überwässerte Pflanzen zeigen ebenfalls hängende Blätter; sie sind meist sehr dunkelgrün und die Blätter rollen sich ein und nach unten – typisches Anzeichen für Überwässerung. Gelb oder braun verfärbte Blattspitzen deuten meist auf Trockenheit hin. Sind die Blätter knusprig? Zeit zum Gießen! Sie können auch einen Finger ca. 4 cm tief in die Erde stecken – das bietet einen Anhaltspunkt zum Wasserstand, besser ist aber das Wiegen und die Blattbeobachtung.

8. Weitere wichtige Faktoren für erfolgreiche Ernte

Das war nun alles Wichtige zur Bewässerung und deren Steuerung beim Cannabisanbau. Aber: Es braucht mehr als nur Wasser für eine erfolgreich blühende Pflanze! Wer das Wachstum und die Blütenproduktion seines Cannabis vollständig maximieren will, muss noch weitere wichtige Aspekte beachten. Wer organisch in Super Soil anbaut, kann sich einiges sparen, da die Erde vieles liefert. Wer jedoch ein Hydrosystem oder hauptsächlich Kokos als Substrat nutzt, muss gezielt auf die Nährstoffaufnahme achten.

Neben Wasser und Dünger gehören noch weitere Faktoren dazu. Beleuchtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung sind entscheidende weitere Aspekte, die beim Setup von Beginn an berücksichtigt werden müssen. Werfen wir einen kurzen Blick auf alle!

Nährstoffe

Cannabis benötigt verschiedene Makro-, sekundäre und Mikronährstoffe, um kräftig zu wachsen und große Blüten zu produzieren. Die wichtigsten Makro-Nährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Sie werden in der höchsten Konzentration benötigt, doch auch weitere Nährstoffe sind essenziell. Zu den sekundären Nährstoffen zählen Magnesium (Mg), Calcium (Ca) und Schwefel (S). Zu den Mikros gehören Bor (B), Mangan (Mn), Zink (Zn), Kupfer (Cu), Eisen (Fe) und Molybdän (Mo). Gute Dünger enthalten ein ausgeglichenes Verhältnis dieser Nährstoffe – prüfen Sie die Angaben auf der Verpackung.

Sauerstoff und CO2

Eigentlich naheliegend: Cannabispflanzen benötigen für ihr Überleben sowohl Sauerstoff als auch Kohlendioxid. Sauerstoff ist unersetzbar für den Stoffwechsel, CO2 wird für die Photosynthese benötigt.

Faktoren wie Licht und Luftfeuchte sind essenziell für das Wachstum von Cannabis.

Beleuchtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung sind ebenfalls wichtige Faktoren für einen erfolgreichen Anbau.

Zusammen bilden sie einen ebenso wichtigen Teil des Lebenszyklus, daher sollten beide Werte – im Growraum wie auch in der Wurzelzone – konstant optimal gehalten werden.

Temperatur

Cannabispflanzen bevorzugen Temperaturen zwischen 20-25 °C (68-77 °F). Zu hohe Temperaturen schwächen die Pflanzen, bei zu niedrigen gerät das Wachstum ins Stocken. Im Outdoor-Anbau lässt sich die Temperatur schwerer steuern, ein Gewächshaus bietet jedoch mehr Kontrolle und macht es leichter, das optimale Klima zu erhalten.

Luftfeuchtigkeit

Luftfeuchtigkeit ist ein weiterer entscheidender Faktor. Die ideale Feuchtigkeit ändert sich mit der Entwicklungsphase: In den meisten Fällen liegt sie zwischen 40-60 %. Keimende Samen und Setzlinge mögen es bis zu 70%. Bei voller Wachstumsphase genügen 50-60%, ab der 4. Blütewoche sind 40-50% empfehlenswert.

Beleuchtung

Licht ist der Schlüssel: Die richtige Beleuchtung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg Ihres Grows. Es gibt verschiedene Lichtarten, doch ab 2023 sind eigentlich nur noch LEDs sinnvoll. Lange Zeit waren HID-Lampen der Goldstandard, heute sind LEDs dank enormer Fortschritte unschlagbar. LEDs sind bei Indoor-Growern besonders beliebt, weil sie:

  • Viel weniger Energie benötigen – sie verbrauchen weniger als die Hälfte von HID-Lampen.
  • Sehr effizient sind – sie liefern mehr nutzbares Licht und sind kompakter.
  • Geringe Betriebstemperatur – sie werden nicht so heiß wie HID-Lampen, sodass weniger Lüfter nötig sind.
  • Längere Lebensdauer – sie halten deutlich länger als klassische Leuchtmittel.
  • Das volle Lichtspektrum bieten – im Gegensatz zu HID-Leuchten, bei denen nur ein Teil des Spektrums abgedeckt ist, können einige LEDs das gesamte natürliche Lichtspektrum emittieren. Manche LEDs lassen sich sogar gezielt auf das gewünschte Spektrum einstellen.

Wählen Sie am besten ein Full-Spectrum-LED-Panel oder Quantumboard. Falls Ihr Budget dafür nicht reicht, sparen Sie darauf – es lohnt sich! Sie sind – Wortspiel erlaubt – Lichtjahre voraus.

Belüftung und Luftaustausch

Belüftung und Frischluftzufuhr sind essenziell, damit Ihr Growraum kühl bleibt und die Pflanzen stets CO2 abbekommen. Fehlt die Luftzirkulation, steigen Temperatur, sinkt der CO2-Gehalt, und Schimmel kann sich ausbreiten. Investieren Sie in Lüftungssysteme wie Rohrventilatoren, Schläuche für den Luftaustausch sowie ein oder zwei oszillierende Ventilatoren für frische Luft im Blätterdach.

Kohlefilter sind ebenfalls unverzichtbar, um die Luftqualität hochzuhalten und den typischen Geruch einzufangen. Diskretion ist Trumpf – auch, wenn an Ihrem Wohnort Cannabis legal ist!

9. Fazit 

Beim Gießen von Cannabispflanzen gibt es viele Variablen zu beachten. Nicht nur Reifegrad, Topfgröße, Medium, Lichtstärke, Luftaustausch, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind entscheidend, sondern auch die Sorte sowie die Erfahrung und das Wissen des Gärtners. Zu wissen, wieviel Wasser und Nährstofflösung die eigenen Pflanzen benötigen, beeinflusst Ertrag und Qualität der Ernte ganz erheblich. Viel Erfolg beim Finden der perfekten Balance und beim Anbau erstklassiger Blüten!

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